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Selbstmordattentäter tötet fünf Polizisten in Tschetschenien

In der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien hat ein Selbstmordattentäter am Sonntag fünf Polizisten mit in den Tod gerissen und zwölf weitere verletzt. Wie das russische Innenministerium mitteilte, wollte der Mann einen Anschlag auf eine Konzerthalle verüben.

In der tschetschenischen Hauptstadt Grosny wollten tausende Menschen aus Anlass des Stadtfestes an einer Galavorstellung teilnehmen. Den Angaben zufolge zündete der Attentäter den Sprengstoff, als Polizisten zwei Stunden vor dem geplanten Beginn der Veranstaltung seine Ausweispapiere kontrollieren wollten. Es handelte sich demnach um einen 19-jährigen Einheimischen.

"Fünf Polizisten wurden getötet und zwölf weitere verletzt", teilten die Ermittlungsbehörden mit. Durch ihren Einsatz hätten die Beamten "das Leben tausender Menschen gerettet", sagte der russische Innenminister Wladimir Kolokolzew nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur TASS.

Das für den Abend vorgesehene Konzert fiel mit dem Geburtstag von Tschetscheniens starkem Mann, dem Präsidenten der Teilrepublik, Ramsan Kadyrow, zusammen. Der Attentäter habe "die Freude der Menschen am Festtag zerstören" wollen, erklärte der Präsident.

Nach dem ersten Tschetschenienkrieg (1994-1996) zwischen Unabhängigkeitskämpfern und russischen Truppen marschierte Moskaus Armee 1999 erneut in die Kaukasusrepublik ein. Die Aufständischen entwickelten sich über die Jahre zu einer bewaffneten islamistischen Bewegung, die mittlerweile den gesamten Nordkaukasus umfasst.

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