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Serbien hat mit dem Ende des Aussöhnungsprozesses mit dem Kosovo gedroht, der von der EU vermittelt wird. Serbiens Regierungschef Ivica Dacic bezeichnete die Einreisesperre für alle serbischen Politiker im Kosovo als einen Schlag gegen den Friedensprozess.

Sollte die von Kosovo-Albanern dominierte Regierung in Pristina ihren Entscheid nicht rückgängig machen, werde er nicht mehr an der EU-Vermittlung im jahrzehntelangen Kosovo-Konflikt teilnehmen, sagte Dacic gegenüber der Belgrader Zeitung "Politika".

Auch sein Stellvertreter, der politische starke Mann des Landes Aleksandar Vucic, kritisierte das Einreiseverbot als "unverständlich, irrational und sinnlos".

Pristina hatte die Einreise aller führenden Politiker Serbiens während des Kommunalwahlkampfes verfügt. Dacic hatte an diesem Freitag die serbische Minderheit in Nordkosovo bei der Vorbereitung der Abstimmung am 3. November unterstützen wollen.

Die Kommunalwahl ist das Herzstück der EU-Vorschläge zur Lösung des Kosovo-Konflikts. Damit soll die serbische Minderheit in den fast nur noch von Albanischstämmigen bewohnten Kosovo-Staat integriert werden und im Gegenzug weitgehende Selbstverwaltung erhalten.

SDA-ATS