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Wenn die Schweizer Wirtschaft wachsen soll, brauche es die Immigration. Davon ist Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), überzeugt. Die Bevölkerung müsse dies akzeptieren, sagte er in einem Zeitungsinterview.

Ab Sonntag wird die Personenfreizügigkeit auf die acht osteuropäischen Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Litauen, Lettland und Estland ausgedehnt. Serge Gaillard erwartet keine spürbaren Konsequenzen für den Schweizer Arbeitsmarkt.

Es sei unwahrscheinlich, dass in den ersten Monaten deutlich mehr Einwanderer aus diesen Staaten in die Schweiz kämen, sagte er der Westschweizer Zeitung "Le Temps" vom Samstag. Zum Beweis: Die aktuellen Kontingente für diese Staaten würden momentan nicht einmal zu 60 Prozent ausgeschöpft.

"Aber es wird mehr Niederlassungsbewilligungen geben", hielt Gaillard fest. Personen, die heute nur eine beschränkte Aufenthaltsgenehmigung hätten, könnten eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Migranten für Spitäler und Baubranche

Die Migranten aus Osteuropa arbeiteten bereits heute vor allem in der Landwirtschaft und der Hotellerie. Künftig brauche die Schweiz auch höher qualifiziertes Personal - etwa für die Spitäler oder auch ganze polnische Unternehmen für die Baubranche.

Vor der Finanzkrise und als Folge der Personenfreizügigkeit erlebte die Schweiz ein starkes Wirtschaftswachstum mit jährlich bis zu 85'000 neuen Arbeitsplätzen. Serge Gaillard befürchtet nun, dass der starke Franken die Einwanderung und das Wirtschaftswachstum hemmen könnte.

Seit 2007 kommen wieder mehr Arbeitsmigranten in die Schweiz - 60'000 und mehr. Für den Leiter der Direktion für Arbeit beim SECO sind das zu viele: "40'000 bis 45'000 Arbeitsmigranten pro Jahr mit einer durchschnittlichen Zunahme um 2 Prozent wären aus meiner Sicht akzeptabel."

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SDA-ATS