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Sicherheitskräfte haben am Mittwoch in der Nähe des grössten schwedischen Atomkraftwerks einen Sprengsatz gefunden. Laut Polizeiangaben war jedoch kein Zünder vorhanden. Die Atomaufsicht erhöhte dennoch die Sicherheitsmassnahmen in allen AKWs des Landes.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, entdeckten Spürhunde an der Unterseite eines Lastwagens auf dem Gelände des Kraftwerks Ringhals im Süden des Landes das Material. Es handelte sich laut einem Kraftwerksprecher um "zivilen Sprengstoff", wie man ihn auch bei Bauarbeiten verwende.

Eine umfassende Durchsuchung des Geländes habe keinerlei sonstigen Ergebnisse gebracht, hiess es. Es sei von Sabotage auszugehen, Festnahmen habe es aber noch nicht gegeben.

Ein Sprecher des Kraftwerks teilte mit, der betroffene Lastwagen bewege sich nur auf dem Werksgelände und habe dieses "seit langer Zeit" nicht verlassen. Die Polizei leitete nach eigenen Angaben Ermittlungen ein. Zugleich teilte sie mit, der Fahrer des Lastwagens werde nicht verdächtigt.

Kritik an Ringhals

Das Atomkraftwerk Ringhals deckt mit seinen vier Reaktoren rund 20 Prozent des schwedischen Energiebedarfs. Das AKW gehört zu 70 Prozent dem Energieunternehmen Vattenfall, E.ON ist mit fast 30 Prozent beteiligt. Es stand bereits häufiger wegen Sicherheitsmängeln in der Kritik.

Die Umweltorganisation Greenpeace mahnte in Stockholm, die "Bagatellisierung derartiger Vorfälle" durch zuständige Stellen könne nicht zu mehr Sicherheit führen. Greenpeace verwies auf die Veröffentlichung eines eigenen Berichts vor einer Woche, in der die Organisation auf Kritik an mangelhaften Stresstests für europäische Atomkraftwerke hinwies und ausdrücklich Bezug auf Ringhals nahm.

SDA-ATS