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Meeresschildkröten essen im Sommer Algen, die für Menschen giftig sind. Die giftige Substanz findet sich auch im Fleisch wieder. (Symbolbild)

KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

(sda-ats)

Im Norden von Madagaskar sind sieben Kinder nach dem Verzehr von Meeresschildkröten an einer Lebensmittelvergiftung gestorben. Unter den Opfern sind auch zwei Babys, die offensichtlich beim Stillen vergiftet wurden, nachdem die Mütter Schildkröten gegessen hatten.

Das erklärte am Mittwoch der leitende Mediziner des betroffenen Bezirks Antsiranana 2, Saïd Borohany. Die übrigen Kinder seien zwischen ein und vier Jahre alt gewesen. Insgesamt hatten sich im Ort Ambavarano demnach 26 Menschen eine Vergiftung zugezogen.

Die Meeresschildkröten gelten in dem Inselstaat vor der Südostküste Afrikas als geschützte Tiere. Zudem warnen die Behörden die Menschen im Sommer auf der Südhalbkugel, etwa von November bis März, vor dem Verzehr von Meeresschildkrötenfleisch, wie das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Antananarivo erklärt.

Die Tiere ernähren sich zu der Jahreszeit Algen vom Meeresboden, die für Menschen giftig sind. Die giftige Substanz findet sich dann auch im Fleisch wieder. Madagaskar gehört einem Uno-Index zufolge zu den ärmsten Ländern Welt.

Die Kinder in Ambavarano starben den Angaben zufolge bereits am 8. und 9. November. Ein Kind befinde sich noch in Antsiranana im Spital, habe sich aber wieder erholt, so der Mediziner Borohany. "Zu dieser Jahreszeit haben wir jedes Jahr solche Vorfälle", erklärt ein Vertreter des Gesundheitsministeriums, Manitra Rakotoarivony. "Und das obwohl wir in die Regionen fahren und den Menschen erklären, dass sie das Fleisch nicht essen dürfen."

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SDA-ATS