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Kairo - Muslimische Fanatiker haben vor einer Kirche in Oberägypten nach einer Weihnachtsmesse sechs koptische Christen und einen muslimischen Wachmann erschossen. Neun weitere Menschen wurden verletzt, als drei Männer aus einem vorbeifahrenden Auto heraus das Feuer eröffneten.
Es war der folgenschwerste Angriff auf koptische Christen in Ägypten seit zehn Jahren. Bischof Kirollos von der oberägyptischen Diözese Nag Hammadi (Provinz Kena) sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, er selbst sei vermutlich das eigentliche Ziel des Anschlags gewesen.
Der Bischof erklärte, er habe die Mitternachtsmesse aus Sicherheitsgründen früher als sonst abgehalten. Die koptisch-orthodoxe Kirche, die zu den ältesten christlichen Glaubensgemeinschaften zählt, begeht das Weihnachtsfest am 7. Januar.
Nach der Attacke kam es in der Ortschaft Nag Hammadi zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen wütenden Christen und der Polizei. Rund 2000 Kopten demonstrierten vor einem Spital, in das die Leichen der Opfer gebracht worden waren.
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen könnte der Anschlag in Zusammenhang mit dem sexuellen Übergriff auf eine zwölfjährige Muslimin im nahegelegenen Farschut stehen, für den ein Kopte verantwortlich gemacht wird. Die Kopten sind die grösste christliche Gemeinschaft im Nahen Osten und machen rund acht Prozent der ägyptischen Bevölkerung aus.

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SDA-ATS