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Vorsichtiges Aufatmen in den USA: Der Absturz eines Kampfjets mitten in eine Wohnanlage im Bundesstaat Virginia ist anscheinend glimpflicher verlaufen als anfangs angenommen. Der Gouverneur des Bundesstaats, Bob McDonnell, sagte, er hoffe auf ein "Karfreitagswunder".

Mehr als fünf Stunden nach dem Unfall gab es lediglich Berichte über sieben Leichtverletzte, darunter die beiden Besatzungsmitglieder des Flugzeuges. Der Absturz in Virginia Beach hatte so schwere Verwüstungen angerichtet, dass zunächst auch Todesopfer befürchtet worden waren.

Maschinenproblem

Die Marine gehe davon aus, dass ein "katastrophales" Maschinenproblem den Unfall verursachte, sagte Sprecher Mark Weisgerber auf einer im US-Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Darauf wiesen unter anderem Augenzeugenberichte hin, nach denen das Flugzeug kurz vor dem Absturz Treibstoff verloren habe.

Der örtliche Feuerwehrchef Tim Riley bestätigte ebenfalls vor Journalisten, dass sieben Menschen verletzt worden seien. Medienberichten zufolge befand sich am Abend nur noch der Pilot der Maschine im Spital. Beide Flugzeuginsassen hatten sich vor dem Absturz mit dem Schleudersitz retten können.

Fünf Gebäude in Brand

Die zweisitzige Marine-Flugzeug vom Typ F/A-18D war kurz nach dem Start auf dem nahe gelegenen Militärflugplatz Oceana in den Hof des Mietwohnungskomplexes in Virginia Beach gekracht. Der Kampfjet liess vor dem Absturz Kerosin ab, wie Weisgerber bestätigte.

Kerosin ging auf Gebäude und Autos an der Absturzstelle nieder, teilte der Leiter des Rettungsdienstes, Bruce Nedelka, mit. Mit vollen Tanks wäre die Maschine in einen gewaltigen Feuerball aufgegangen, sagte Nedelka. Nach dem Aufschlag brach ein Feuer aus, das gelöscht wurde.

Nach Angaben der Feuerwehr fingen fünf Gebäude Feuer und wurden teils schwer beschädigt, zwei stürzten völlig ein. Fernsehbilder zeigten brennende Dachstühle, dicke schwarze Rauchschwaden und verstreute Trümmerteile.

Schüler und Lehrer

Das Flugzeug gehörte nach Angaben von Marine-Sprecher Weisgerber zu einer Ausbildungsschwadron. Am Steuer habe ein Flugschüler gesessen, hinter ihm ein äusserst erfahrener Fluglehrer.

Wie es in Medienberichten hiess, brachten sich beide praktisch in letzter Minute in Sicherheit. Möglicherweise hätten sie versucht, das Flugzeug über das Wohngebiet hinweg in den nahe gelegenen Atlantik zu steuern.

Augenzeugen schilderten im US-Fernsehen, beide Crewmitglieder seien nach der Fallschirmlandung auf dem Boden nahe dem Flugzeugwrack wohlauf gewesen. Einer von ihnen habe sich sofort dafür entschuldigt, dass die Maschine in die Wohnanlage gestürzt sei, sagte einer der Zeugen, Pat Kavanaugh, dem Sender CNN.

SDA-ATS