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Kariem Hussein als Sieger und Lea Sprunger als Zweite legen an der Athletissima in Lausanne starke Auftritte über 400 m Hürden hin. Den Schweizer Rekord verpasst Letztere dabei sehr knapp.

In 54,29 Sekunden stellte Sprunger beim achten Diamond-League-Meeting der Saison eine persönliche Bestleistung auf und klassierte sich vor Heimpublikum hinter der amerikanischen Olympia-Dritten Ashley Spencer und vor der Britin Eilidh Doyle im 2. Rang. Sara Slott Petersen, die dänische Europameisterin, musste sich mit Rang 4 begnügen.

Den seit 1990 von Anita Protti gehaltenen Schweizer Rekord verpasste Sprunger, die die drittbeste je gelaufene Zeit einer Schweizerin über 400 m Hürden realisierte, um lediglich vier Hundertstelsekunden.

Vor dem Rennen auf der Pontaise hatten für die Waadtländerin über 400 m Hürden 54,63 Sekunden als Bestzeit zu Buche gestanden. Am vergangenen Sonntag stellte sie über 400 m einen Landesrekord auf.

Hussein wie 2015 in Zürich

Bei den Männern sorgte Kariem Hussein an der Athletissima über 400 m Hürden gar für einen Schweizer Heimsieg. Der Thurgauer kam auf der Zielgeraden stark auf, machte einige Positionen wett und überquerte die Ziellinie schliesslich in 48,79 Sekunden als Erster. Seine bisherige Saisonbestleistung unterbot Hussein um 23 Hundertstelsekunden.

Zweiter hinter dem Europameister von 2014 wurde der Amerikaner Byron Robinson (48,88) vor dem Esten Rasmus Mägi (48,94). Die 400 m Hürden der Männer gehörten in Lausanne nicht zu den Diamond-League-Disziplinen. Dies war bereits 2015 in Zürich der Fall gewesen, als Hussein ebenfalls triumphiert hatte.

Kambundji bei Sieg von Schippers Sechste

Mujinga Kambundji klassierte sich über 200 m im 6. Rang. Mit 22,82 Sekunden stellte die Bernerin eine persönliche Saisonbestleistung auf und ist damit die schnellste Schweizerin in dieser Saison über die halbe Bahnrunde. Sarah Atcho, die zweite Schweizer Starterin, musste sich mit Platz 8 begnügen (23,04).

Den Sieg sicherte sich auf der Pontaise die Niederländerin Dafne Schippers. Die Weltmeisterin über 200 m von 2015 wurde in 22,10 Sekunden gestoppt.

Für Selina Büchel endete das 800-m-Rennen rangmässig mit einer Enttäuschung. Die St. Gallerin kam nicht über den 10. und letzten Platz hinaus. Allerdings blieb die zweimalige Hallen-Europameisterin, die rund 200 m vor dem Ziel leicht ins Stolpern kam, in 1:59,77 Minuten auch bei ihrem dritten Diamond-League-Auftritt in dieser Saison unter der 2-Minuten-Marke. Den Sieg sicherte sich die Favoritin Francine Niyonsaba aus Burundi in 1:56,82 Minuten.

Einen bitteren Abend erlebte Noemi Zbären über 100 m Hürden. Die Emmentalerin strauchelte gegen Ende des Rennes und schied aus. Die 23-jährige WM-Finalistin, die nach einem Kreuzbandriss die ganze Saison 2016 verpasst hatte, liess danach ihr Knie behandeln. Die Untersuchung am Freitag beim Arzt wird Aufschluss geben, ob sie in den kommenden Woche noch der WM-Limite (12,98) nachjagen kann.

Alex Wilson, der heuer die nationalen Rekorde über 100 und 200 m auf 10,11 und 20,37 gesenkt hatte, zeigte in 10,17 zum wiederholten Mal eine starke Vorstellung über 100 m. Gleiches tat Delia Sclabas: Sie lief mit erst 16 Jahren in 4:12,00 über 1500 m nationalen Junioren-Rekord.

SDA-ATS