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Max Verstappen macht sich in Malaysia nachträglich das grösste Geschenk zum 20. Geburtstag und feiert im Red Bull-Renault seinen zweiten GP-Sieg. Lewis Hamilton wird Zweiter, Sebastian Vettel Vierter.

Der 19. und vorerst letzte Grand Prix von Malaysia gehörte im Vergleich zu früheren Austragungen wegen des ausgebliebenen Regens zur weniger spektakulären Sorte. Für Spannung sorgte primär die Frage, wo die Aufholjagd von Sebastian Vettel vom letzten Startplatz aus enden würde. Die Antwort: Auf Platz 4.

"Wir haben das schnellste Auto im Feld", hatte die Kampfansage Vettels unmittelbar nach dem Rückschlag im Qualifying gelautet. Im Rennen liess der Deutsche mit Wohnsitz im Kanton Thurgau schliesslich keine Zweifel an dieser Tatsache aufkommen. Vettel schien schon nach einem Viertel des Rennens in den Top 10 auf, bei Rennhälfte war er bereits Vierter.

Letztlich konnte Vettel den Schaden vor den Toren Kuala Lumpurs in sehr engen Grenzen halten. In der WM-Wertung büsste er gegenüber dem von der Pole-Position aus gestarteten WM-Leader Lewis Hamilton lediglich sechs Zähler ein. Sein Rückstand beträgt nun vor den letzten fünf Rennen 34 Punkte. Bedanken konnten sich Vettel und Ferrari dabei auch bei Max Verstappen, gegen den Hamilton chancenlos war. Dritter wurde Daniel Ricciardo im anderen Auto von Red Bull-Renault.

Noch vor Rennbeginn hatte Ferrari bereits der nächste Rückschlag ereilt. Denn nachdem Vettel wegen eines Motordefekts am Samstag die letzte Startposition vor dem 15. Saisonrennen hatte einnehmen müssen, musste der in der Qualifikation hinter Hamilton zweitplatzierte Kimi Räikkönen im anderen Ferrari von der Startaufstellung geschoben werden. Die Mechaniker versuchten innerhalb weniger Minuten, ein Problem mit dem Turbo an Räikkönens Auto zu beheben. Sie schafften es aber nicht, der 37-jährige Finne konnte nicht einmal aus der Boxengasse starten. Hamilton stand dergestalt alleine in der Frontreihe und verteidigte zunächst die Führung mühelos. Bereits in der 4. Runde musste der WM-Leader Verstappen im schnelleren Red Bull-Renault vorbeiziehen lassen. Rasch wurde deutlich, dass Mercedes den vorerst letzten Grand Prix von Malaysia nicht aus eigener Kraft würde gewinnen können.

Erster Podestplatz seit Anfang April

Verstappen setzte so zu einer Triumph-Fahrt an. Der Niederländer, der am Samstag 20 Jahre alt geworden war, errang den zweiten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere nach jenem Mitte Mai 2016, als er in Montmeló bei Barcelona als jüngster Fahrer überhaupt in der Formel-1-Geschichte zuoberst auf dem Podest gestanden hatte.

Für Verstappen ist der Sieg in Malaysia Balsam nach einem bislang völlig enttäuschenden Saisonverlauf. Zum zuvor einzigen Mal in diesem Jahr hatte er Anfang April in China als Dritter einen Podestplatz erreicht. In der Folge war er mehrmals vom Pech verfolgt. Gleich sieben Mal konnte er ein Rennen nicht beenden, viermal aufgrund eines technischen Defekts.

Für Sauber verlängerte sich in Malaysia derweil die Durststrecke von Rennen ohne Punktezuwachs erwartungsgemäss. Zum siebten Mal in Folge blieben die Hinwiler mit Pascal Wehrlein (17.) und Marcus Ericsson (18.) ausserhalb der Top 10. Letztmals einen WM-Punkt hatte es für Sauber Ende Juni beim chaotischen Grand Prix in Aserbaidschans Hauptstadt Baku gegeben. Der Rückstand in der WM-Wertung auf den vorletzten Platz wuchs in Sepang um sechs auf 18 Zähler an.

Rennergebnis und WM-Stand:

Sepang. Grand Prix von Malaysia (56 Runden à 5,543 km/310,408 km): 1. Max Verstappen (NED), Red Bull-Renault, 1:30:01,290. 2. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 12,770 zurück. 3. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull-Renault, 22,519. 4. Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 37,362. 5. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 56,021. 6. Sergio Perez (MEX), Force India-Mercedes, 78,630. 7. eine Runde zurück: Stoffel Vandoorne (BEL), McLaren-Honda. 8. Lance Stroll (CAN), Williams-Mercedes. 9. Felipe Massa (BRA), Williams-Mercedes. 10. Esteban Ocon (FRA), Force India-Mercedes. 11. Fernando Alonso (ESP), McLaren-Honda. 12. Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari. 13. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari. 14. Pierre Gasly (FRA), Toro Rosso-Renault. 15. Jolyon Palmer (GBR), Renault. 16. Nico Hülkenberg (GER), Renault. 17. Pascal Wehrlein (GER), Sauber-Ferrari. 18. zwei Runden zurück: Marcus Ericsson (SWE), Sauber-Ferrari. - 20 Fahrer gestartet, 18 klassiert und am Ziel. - Ausgeschieden: Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari; Carlos Sainz (ESP), Toro Rosso-Renault.

WM-Stand (15/20). Fahrer: 1. Hamilton 281. 2. Vettel 247. 3. Bottas 222. 4. Ricciardo 177. 5. Räikkönen 138. 6. Verstappen 93. 7. Perez 76. 8. Ocon 57. 9. Sainz 48. 10. Hülkenberg 34. 11. Massa 33. 12. Stroll 32. 13. Grosjean 26. 14. Vandoorne 13. 15. Magnussen 11. 16. Alonso 10. 17. Palmer 8. 18. Wehrlein 5. 19. Kwjat 4. - Teams: 1. Mercedes 503. 2. Ferrari 385. 3. Red Bull-Renault 270. 4. Force India-Mercedes 133. 5. Williams-Mercedes 65. 6. Toro Rosso-Renault 52. 7. Renault 42. 8. Haas-Ferrari 37. 9. McLaren-Honda 23. 10. Sauber-Ferrari 5.

Nächstes Rennen: Grand Prix von Japan in Suzuka am 8. Oktober.

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SDA-ATS