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Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat 2010 von der Nachfrageerholung der Industrie profitiert und ist in den Schwellenländern rasant gewachsen. Nun will die Zuger Gruppe die nächste Stufe zünden und in all ihren Geschäften Weltmarktführerin werden.

Dazu plant Sika auch Firmenübernahmen, welche den Umsatz um 1 bis 1,5 Mrd. Fr. erhöhen sollen, wie Konzernchef Ernst Bärtschi am Dienstag bei der Bilanzpräsentation in Zürich sagte. In der Kasse sind dazu flüssige Mittel von 938,4 Mio. Fr. vorhanden.

Auch durch Wachstum im bestehenden Geschäft und Innovation will Sika in allen Geschäften einen führenden Marktanteil von mindestens 20 Prozent erreichen. Gesamthaft soll sich der Konzernumsatz in fünf bis sieben Jahren auf 8 Mrd. Fr. fast verdoppeln.

Potenzial sieht Bärtschi insbesondere in der Nachfrage der Schwellenländer wie China und Indien nach besserem Wohnbaustandard und nach Infrastrukturen wie Flughäfen, Eisenbahnlinien und Atomkraftwerken. Im Westen drängten sich Renovationen auf, etwa zur besseren Isolation von Gebäuden, bei den Wasserversorgungen oder im Unterhalt von Brücken.

Über ein Drittel in Schwellenländern

Bereits im vergangenen Jahr waren die Produkte von Sika (unter anderem Betonzusatzmittel, Dicht- und Klebstoffe, Dämpf- und Verstärkungsmaterialien sowie Bedachungs- und Bauwerksabdichtungssysteme) insbesondere in Schwellenländern vermehrt gefragt.

Die Region Asien/Pazifik verbuchte ein Umsatzwachstum um 41,4 Prozent, wozu auch Übernahmen beitrugen. Der Anteil der Schwellenländer am Konzernumsatz erreichte bereits 36 Prozent.

Weltweit stieg der Umsatz nach dem Rückgang im Vorjahr wieder um 6,3 Prozent auf 4,42 Mrd. Franken. Es ist der dritthöchste Wert nach 2008 und 2007. Das Ziel von 8 bis 10 Prozent Wachstum ist aber in den letzten drei Jahren verfehlt worden. In Lokalwährungen wuchs Sika 2010 um 10,2 Prozent.

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SDA-ATS