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Knapp 20 Jahre nach seinem Weltcup-Debüt startet Simon Ammann am Freitag im polnischen Wisla in seinen sechsten Olympia-Winter.

Der Toggenburger betont, dass er nach zwei mageren Jahren gefestigter in die Saison steige. "Ich kann einen normalen Sprung gut landen. Diese Basis ist wertvoll", sagte Simon Ammann vor seinem Abflug nach Polen, wo er sich am Freitagabend für das erste Weltcup-Springen des Winters vom Sonntagnachmittag zu qualifizieren hat. Eine solche Behauptung durfte er in den vergangenen zwei Wintern nicht aufstellen.

Die Konsequenzen aus Ammanns schwerem Sturz am 6. Januar 2015 in Bischofshofen lagen primär in der Umstellung der Landung. Er verlor das Vertrauen in sein schwächeres linkes Bein, das jahrelang die Kräfte bei der Telemark-Landung auffing. Stattdessen versucht er nun seit zweieinhalb Jahren, das rechte Bein nach vorne zu bringen. Schafft er die Umstellung? Oder doch nicht? Diese Diskussion will Ammann diesen Winter endgültig beenden. Er stellt den Anspruch, dass nach seinen Flügen wieder mindestens eine 18 bei den Stilnoten aufleuchtet. Ein Ästhet war er bei der Landung noch nie gewesen, aber mit dreimal 18 Punkten läge der Schweizer diesbezüglich wieder im Mittelfeld und wäre somit konkurrenzfähig.

"Es ist der richtige Zeitpunkt, um in die Saison zu starten", hielt er fest, fügte aber im gleichen Atemzug an: "Obwohl ich es gerne hätte, wenn einige Sachen doch noch besser gemauert wären." Also doch nicht alles in Ordnung? "Von der Anzahl ausgereifter Sprünge mit einer guten Landung kann man nie genug haben", relativierte er. Aber die Basis stimme. Die Landung, sofern sie nicht in den ganz grossen Weiten erfolge, habe er im Griff, die Physis stimme, die Kraftwerte seien gut, die Umstellung auf die Eisspur habe ihm nie wirklich Probleme bereitet. "Ich freue mich auf den Start."

Pyeongchang noch weit weg

Der vierfache Olympiasieger mag nicht gross über die Winterspiele 2018 vom Februar in Pyeongchang sprechen. "Zuerst muss ich meine Arbeit machen. Dann kann ich mit dem Träumen anfangen." Es gelte, sich wieder in der erweiterten Spitze zu etablieren. Diese Position hatte der Toggenburger 2016 und 2017 mit den Rängen 15 und 29 im Gesamtweltcup verfehlt. Bereits Ende letzter Saison habe er hingegen gespürt, dass er die Abwärtsspirale habe stoppen können, sich das komplexe Zusammenspiel wieder stabilisiere. "Jetzt muss ich mich wieder in den Zirkel jener Springer vorarbeiten, die am Grossanlass ihre Stärken ausspielen können." In Resultaten ausgedrückt heisst dies: Top Ten und zwischendurch in die Nähe des Podests fliegen.

"Ich will zeigen, dass ich zurecht noch Skispringer bin", sagte Ammann. Muss er als vierfacher Olympiasieger, Weltmeister, Gesamtweltcup-Sieger und Skiflugweltmeister doch noch etwas beweisen? "Viele Leute freuen sich, im Sport ein bekanntes Gesicht zu sehen. Deshalb spüre ich nicht einen grossen Druck von aussen", meinte Ammann. Ihm geht es mehr um die Innenansicht. Physisch sei er auch mit 36 Jahren noch auf dem Niveau eines Spitzensportlers. Nun wolle er auch das langfristige Projekt Landung abschliessen.

Ist Ende Saison Schluss?

Seit Jahren ist sich Ammann gewohnt, bereits zu Saisonbeginn Fragen nach einem möglichen Rücktritt zu beantworten. "Vor einer Olympia-Saison konnte ich ja nicht einfach aufhören, zumal ich drei Tage nach Saisonschluss schon wieder auf der Schanze war." Die in der "Berner Zeitung" gemachte Aussage, wonach ihm nur ein guter Winter die Chance eröffne, noch eine Saison anzuhängen, grenzte er nicht ein. Im Gegenteil: "Auch der Weg von Bode Miller könnte für mich eine Möglichkeit sein." Der Amerikaner trat schleichend und im Stillen zurück. Erst diesen Oktober, mit 40 Lenzen und zweieinhalb Jahre nach seinem letzten Erstkampf, trat der einstige Skikönig Miller offiziell zurück. "Ich habe kein Bedürfnis nach einer Abschiedsparty", sagte Ammann.

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SDA-ATS