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Es ging um den Einzug in den Cupfinal - und wohl auch um die Zukunft von Peter Zeidler als Trainer des FC Sion. Nach dem Erfolg gegen Luzern darf er die Walliser in den Final vom 25. Mai führen.

Ein Spiel als letzte Chance soll es gewesen sein. Zumindest für Peter Zeidler, den Trainer des FC Sion. Hätte der Deutsche nach durchzogenem Start in die Rückrunde der Super League am Mittwoch den Cup-Halbfinal gegen Luzern verloren, er wäre spätestens zum Ende der Saison von Präsident Christian Constantin entlassen worden. So jedenfalls erzählt man dies im Wallis.

Spät in der Nacht, die Geisterstunde war längst angebrochen, konnte Zeidler tief unten im Bauch des Stade de Tourbillon durchatmen. "Wir sind im Final. Das ist ein absoluter Traum. Für das Team, aber vor allem für den gesamten Klub und die Fans.", sagte er nach dem Sieg im Penaltyschiessen gegen den FC Luzern.

Dass seine Mannschaft auch in diesem Spiel nicht überzeugen konnte, in den regulären 90 Minuten keine einzige gute Chance herausgespielt hatte, störte Zeidler in diesem Moment nicht. "Das zählt im Cup nicht. Es geht einzig um das Resultat. Das Wie interessiert keinen. Wichtig ist nur dies: Wir stehen im Final in Genf vom 25. Mai."

Dass es in den Tagen vor dem Halbfinal gegen Luzern um seine Person unruhig gewesen sei, davon wollte Zeidler nichts wissen. "Das war keine Unruhe. Ich würde es so umschreiben: Es geht im Wallis im Fussball immer emotional zu und her." Die Emotionen werden in den nächsten Wochen bis zum Final an Auffahrt nicht kleiner - im Gegenteil.

Der Cupfinal wird das grosse Thema sein in den nächsten zwei Monaten. Der Sittener Medienchef trat sofort nach Spielschluss mit einer Bitte an die lokalen Medien: "Macht die Leute so schnell wie möglich darauf aufmerksam, dass es morgen (Donnerstag) noch keine Cupfinal-Tickets zu kaufen gibt. Niemand soll deswegen im Sekretariat anrufen. Wir informieren Mitte nächster Woche über die Modalitäten."

Sion und der Cupfinal. Wiederholt sich die Geschichte am 25. Mai in Genf ein weiteres Mal? 14. Sieg im 14. Final? Und was, wenn es die erste Niederlage absetzt? Der Gegner heisst schliesslich FC Basel. Damit wäre man wieder bei der Unruhe um den Sittener Trainer, um die Person von Peter Zeidler. "Ich weiss, wie in den nächsten Wochen die Fragen an mich lauten werden: Und was, wenn Sie der erste Trainer sind, der mit Sion einen Cupfinal verliert?"

Auch davon hat der Deutsche keine Angst. "Man soll sich im FC Sion jetzt mal so richtig über diesen Sieg freuen. Und dann nach dem Rausch die Meisterschaft nicht vernachlässigen. Da wollen wir Dritter werden, das ist eine grosse Motivation. Das war Sion seit zehn Jahren nicht mehr. Dann wären wir auch mit einer Niederlage im Cupfinal direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert."

Und dann wurde Zeidler zur späten Stunde noch philosophisch und psychologisch: "Die Hoffnung auf den Sieg muss immer grösser sein als die Angst vor der Niederlage. Das Lebe ich der Mannschaft vor." Man müsse den Sieg vor Augen haben, aber die Niederlage trotzdem "auch irgendwo im Hinterkopf". Vielleicht würden sie den Final gegen Basel ja verlieren, "weil es am 25. Mai in Genf stark regnet oder schneit oder was weiss ich alles passieren kann", so Zeidler.

Aber Zeidler wäre ein schlechter Angestellter von Christian Constantin und des FC Sion, wenn er sich nicht mit folgenden Worten aus dem Stade de Tourbillon verabschiedet hätte: "Ich glaube nicht, dass wir den Final verlieren."

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SDA-ATS