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Die 10er-, 20er- und 50er-Note der Neunten Banknotenserie der Schweizerischen Nationalbank. Sie bestehen nicht einfach aus Papier, sondern aus einem Substrat aus zwei Baumwollpapierschichten und einer Kunststofffolie in der Mitte zur Verstärkung. (Archiv)

Keystone/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU

(sda-ats)

Um die Produktion der neuen Banknotenserie zu sichern, kauft die Schweizerische Nationalbank (SNB) die finanziell angeschlagene Landqart AG. Der Kaufpreis beträgt 21,5 Millionen Franken. Zusätzlich erhält die Firma Liquidität.

Die Nationalbank steigt zur Not in die Papierherstellung ein. Auslöser ist der Auftragsstopp eines wichtigen internationalen Grosskundens bei der Papierherstellerin Landqart. Sie erlitt die letzten Monate einen massiven Umsatzeinbruch. Ein Liquiditätsengpass gefährdet den Fortbestand von Landqart, wie die SNB am Donnerstag mitteilte.

Landquart stellt einzige das sogenannte Durasafe-Substrat her, aus dem die neue Schweizer Banknoten-Serie gemacht ist, von der inzwischen die 10-er, 20-er und 50-er Note auf dem Markt sind. Die Bündner Firma gehört seit 2006 der kanadischen Fortress Paper.

Auch Orell Füssli beteiligt sich

Die SNB erwarb am Mittwoch 90 Prozent der Aktien der Landqart, Orell Füssli die übrigen 10 Prozent. Der Übernahmepreis beläuft sich auf 21,5 Millionen Franken. Die Sparte Sicherheitsdruck von Orell Füssli ist ebenfalls eine Lieferantin für die Banknotenserie. Die SNB besitzt ein Drittel des Zürcher Traditionsunternehmens.

Die SNB will der Landqart AG zudem "die benötigte Liquidität" zuführen. Über die Höhe gab es vorerst keine Angaben. "Mit dem jetzigen Schritt bleibt die Bargeldversorgung sichergestellt und damit die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags der SNB gewährleistet", wie es weiter heisst.

Produziert für diverse Nationalbanken

Landqart mit rund 260 Mitarbeitern stellt neben den Schweizer Banknoten auch das Papier für zehn Euroländer her. Ebenso ist der marokkanische 25-Dirham-Schein die erste Geldnote auf Basis des Durasafe-Papiers von Landqart. Auf die Frage nach einem allfälligen Interessenkonflikt der SNB wurde auf die Medienkonferenz um 11 Uhr verwiesen.

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SDA-ATS