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Die Geschäftsleitung sowie die Mitglieder des Bankrates der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben im vergangenen Jahr weniger verdient. Philipp Hildebrand erhält als Präsident weniger als noch als Vizepräsident.

Philipp Hildebrand, seit Anfang 2010 neuer Präsident der Nationalbank, kommt auf einen Lohn von knapp 995'000 Franken, wie aus dem am Donnerstag publizierten Geschäftsbericht der SNB hervorgeht. Damit verdiente Hildebrand rund 30'500 Fr. weniger als noch als Vizepräsident der SNB.

Markant ist der Unterschied zu seinem Vorgänger. Jean-Pierre Roth verdiente in seinem letzten Amtsjahr 2009 insgesamt 1,22 Mio. Franken. Dabei inbegriffen waren aber zusätzliche sechs Monatslöhne, da der scheidende SNB-Präsident während sechs Monaten nicht für eine Bank tätig werden darf. Überdies erhielt Roth ein Abschiedsgeschenk in der Höhe von 71'000 Franken.

Vizepräsident Thomas Jordan kam 2010 auf einen Lohn von 993'700 Franken, 31'600 Fr. weniger als 2009. Das dritte Geschäftsleitungsmitglied, Jean-Pierre Danthine, verdiente 1,37 Mio. Franken.

Danthines höherer Lohn erklärt sich damit, dass er als neues Mitglied des Direktoriums nebst den Arbeitgeber- und AHV-Beiträgen von einem einmaligen Einkauf in die Pensionspläne profitierte.

Diese schlugen mit zusätzlichen 380'000 Fr. zu Buche. Als Lohn könne man diese Einzahlung in die Altersvorsorge aber nicht werten, sagte ein Sprecher der SNB. Wegen dieser einmaligen Einzahlung sind die Vergütungen an die Geschäftsleitung insgesamt um knapp 89'000 Fr. gestiegen.

Die drei Stellvertreter des SNB-Direktoriums erhielten 2010 insgesamt 1,8 Mio. Fr. ausbezahlt, rund 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die 14 teils wechselnden Mitglieder des Bankrats kamen auf Vergütungen von insgesamt 664'800 Franken. Das sind 5,5 Prozent weniger als noch 2009.

Gemäss dem SNB-Sprecher habe das Jahresergebnis der SNB - die Nationalbank schrieb im vergangenen Jahr 19,2 Mrd. Fr. Verlust - keinen Einfluss auf die Löhne.

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SDA-ATS