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Kolumbianische Militärs töteten an der Grenze zu Venezuela einer der mächtigsten Drogenbosse des Landes. (Symbolbild)

KEYSTONE/EPA EFE/MAURICIO DUENAS CASTANEDA

(sda-ats)

Bei einem Militäreinsatz im Osten von Kolumbien ist einer der mächtigsten Drogenhändler des südamerikanischen Landes ums Leben gekommen. Soldaten töteten Luis Orlando Padierna alias "Inglaterra" an der Grenze zu Venezuela im Departement Norte de Santander.

Über die Aktion berichtete Präsident Juan Manuel Santos am Donnerstag in einer Mitteilung. Padierna war die Nummer zwei des Golf-Clans, dem mächtigsten Verbrechersyndikat Kolumbiens.

"Wer weiter Verbrechen verübt, wird im Grab oder im Gefängnis enden", warnte der Staatschef. Zuletzt hatte der Golf-Clan eine Kapitulation angeboten.

Politische Verhandlungen über einen Friedensvertrag wie zuletzt mit der linken Guerillaorganisation FARC schloss die Regierung allerdings aus. Die Streitkräfte und die Polizei gehen hart gegen das Verbrechersyndikat vor und haben bereits eine Reihe führender Mitglieder gefasst oder getötet.

Der Golf-Clan ist aus rechtsgerichteten Paramilitärs hervorgegangen. Die Bande ist in Drogenschmuggel, illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt. Zudem wird sie für zahlreiche Morde und Vertreibungen verantwortlich gemacht.

Der Anführer Dairo Úsuga alias "Otoniel" ist der meistgesuchte Mann des Landes. Auf ihn ist ein Kopfgeld von fünf Millionen US-Dollar ausgesetzt.

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