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Das gemeinsame Sorgerecht von Vätern und Müttern soll nach einer Scheidung die Regel werden. Dies bekräftigte Justizministerin Simonetta Sommaruga am Donnerstag am "Forum der 100" in Lausanne.

Sommaruga hatte kurz nach ihrem Amtsantritt als Bundesrätin bei Väter- und Männerorganisationen heftige Proteste ausgelöst, weil sie angekündigt hatte, das gemeinsame Sorgerecht gleichzeitig mit dem Unterhaltsrecht neu regeln zu wollen. Geschiedene Väter lieferten ihr daraufhin 1700 Pflastersteine ins Bundeshaus.

In Erinnerung an diese Episode bekräftigte Sommaruga am Donnerstag vor rund 800 Teilnehmenden des von der Westschweizer Tageszeitung "L'Hebdo" organisierten Forums, dass der Moment günstig sei, zu Lösungen zu kommen.

Da heute jede zweite Ehe geschieden werde, sei es eine Notwendigkeit, das Familienrecht zu modernisieren. Das gemeinsame Sorgerecht solle dabei zur Regel werden.

Das EJPD werde demnächst aber auch Vorschläge unterbreiten, um das Unterhaltsrecht besser zu regeln, kündigte Sommaruga an. In beiden Fällen sei für sie prioritär, das Kindswohl ins Zentrum zu stellen.

Mit den 1700 Pflastersteinen der wütenden Väter hatte Sommaruga in Köniz bei Bern im Herbst 2011 einen Spielplatz neu pflästern lassen.

SDA-ATS