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Der Abgang des Kommandanten der Schweizer Garde im Vatikan, die Fluggesellschaft Swiss und neue Flugzeuge für die Schweizer Armee: Dies und mehr steht in den Schlagzeilen der Sonntagspresse. Ein Überblick:

"Schweiz am Sonntag"/"SonntagsZeitung"/"SonntagsBlick":

Ende Januar 2015 räumt der Kommandant der Schweizer Garde, Daniel Rudolf Anrig, seinen Posten im Vatikan. Zu den Gründen für seinen Abgang wurden bereits seine angeblich zu strenge Disziplin sowie seine zu grosse Wohnung im Vatikan kolportiert. Laut jüngsten Gerüchten soll der Kommandant zudem bereits mindestens einmal verwarnt worden sein. Auch soll er sich gegen Modernisierungen gewehrt haben. Dazu zählt offenbar etwa das Ansinnen von Papst Franziskus, dass künftig auch gewöhnliche Gardisten heiraten und mit ihren Frauen im Vatikan leben dürfen. Die Ehe ist bei der Garde bisher ein Kaderprivileg: Heiraten darf nur, wer mindestens Korporal und 25 Jahr alt ist. Die Garde begründet das Heiratsverbot vorab mit Platzmangel. Es stünden nicht genügend Wohnungen für Gardisten und ihre Frauen zur Verfügung. Durch die Massnahme wolle der Pontifex das Leben der Gardisten erleichtern und normalisieren.

"NZZ am Sonntag":

Trotz deutlichem Nein zur Ecopop-Initiative ist die Wachstumskritik in den Augen des Vizedirektors des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, Eric Scheidegger, nicht vom Tisch. Doch ein Verzicht auf Wachstum hält er für eine Illusion. Denn "Nullwachstum würde bedeuten, Innovation zu verbieten". Im Rahmen des SECO-Wachstumspakets 2016 bis 2019 soll die Wertschöpfung pro Arbeitsstunde und die Widerstandskraft der Volkswirtschaft gesteigert werden. Einen dritten Pfeiler bilden die Nebenwirkungen des Wachstums. Dabei gehe es um die Belastung der Verkehrsinfrastruktur oder den Kampf gegen die Zersiedelung. Konkrete Massnahmen sollen im nächsten Herbst vorgestellt werden.

"Schweiz am Sonntag":

Die Fluggesellschaft Swiss gehörte im Oktober zu den unpünktlichsten Airlines der Welt. Das geht aus einer Erhebung des US-Flugdatenanalyse-Unternehmens Flightstats hervor. Von 47 Fluggesellschaften kam die Swiss auf Platz 40. An der Spitze lagen die spanische Iberia vor Aeroflot aus Russland. Bei diesen hatte nur jeder zehnte Flieger eine Verspätung. Bei der Schweizer Airline war jeder dritte Flug verspätet. Seit Anfang Jahr stieg die durchschnittliche Dauer einer Verspätung auf über 30 Minuten. Im europäischen Vergleich mit 33 untersuchten Fluglinien landet die Swiss auf dem drittletzten Platz noch vor TAP aus Portugal und Ural Airlines. Flightstats wertet täglich über 10'000 Flüge aus. Laut Swiss hat die allgemeine Pünktlichkeit während der Sommermonate vor allem wegen des Mehrverkehrs am Flughafen Zürich gelitten. Diese Tendenz habe sich bis in den Oktober fortgesetzt.

"SonntagsZeitung"/"Le Matin Dimanche":

Wer ab kommendem April in einem Flugzeug der Swiss über Russland fliegt, dessen Passagierdaten landen künftig beim Transportministerium in Moskau. Bereits seit Ende 2013 gilt diese Praxis bei Flügen nach Russland für sogenannte Advance Passenger Information (API) - diese beinhalten etwa Name, Geschlecht, Passnummer oder Aufenthaltsadresse am Zielort. Die Daten werden fünf Jahre gespeichert und angeblich mit Polizei- und Geheimdienstdatenbanken abgeglichen. Nun macht Russland Druck, auch jene Angaben zu erhalten, die bei der Buchung anfallen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat den russischen Behörden Verhandlungen über ein Abkommen zum Austausch dieser sogenannten PNR-Daten angeboten. Schweizer Airlines liefern diese - gestützt auf Spezialabkommen - schon heute an die USA, Kanada und Grossbritannien.

"Le Matin Dimanche"/"SonntagsBlick"/"Zentralschweiz am Sonntag"/"Ostschweiz am Sonntag":

Nach dem Nein des Schweizer Stimmvolkes zum Kauf des Kampfjets Gripen bildet sich offenbar eine Allianz für die Beschaffung militärischer Transportflugzeuge. Aussenminister Didier Burkhalter hatte bereits vergeblich versucht, ein solches Unterfangen in der Bundesratssitzung in die Wege zu leiten. Nun schaltet sich der Ständerat ein. Der Zuger CVP-Ständerat Peter Bieri und die Waadtländer SP-Vertreterin Géraldine Savary rechten zwei entsprechende Vorstösse ein. Laut Savary hätten in diesem Jahr zwei Auslandseinsätze abgelehnt werden müssen wegen fehlender Transportmöglichkeiten. Auch in der Armeeführung ist das Anliegen offenbar verbreitet. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Military Power Revue" äussert sich ein Schweizer Luftwaffenplaner über Transportflieger.

"SonntagsBlick":

Die jüngst veröffentlichten Zahlen des Global Slavery Index für die Schweiz sind laut der Zürcher Staatsanwältin Silvia Steiner zu tief angesetzt. Im Bericht war von 1100 Sklaven landesweit die Rede. Doch allein im Zürcher Sexmilieu wurden laut Steiner in den letzten drei Jahren mindestens 1500 Frauen zur Prostitution gezwungen. Sexsklavinnen seien vor allem auf dem Strassenstrich anzutreffen. Mindestens 80 Prozent der Frauen würden dort fremdbestimmt. In Salons dürfte mindestens die Hälfte der Frauen unfreiwillig anschaffen. Ihre Schätzungen der Dunkelziffern stützt sie auf Erfahrung in der Praxis. Fälle mit 80 bis 100 Zwangsprostituierten hat sie schon vor Gericht gebracht.

"Le Matin Dimanche":

Der Sieg der Angestellten der Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) in den Verhandlungen nach ihrem Streik ruft auch weitere Beamten auf den Plan. Sie sehen im Vorgehen ein Erfolgsmodell, das sie ebenfalls anwenden könnten. So planen die anderen Kantonsangestellten in Genf bereits ähnliche Aktionen und auch in Neuenburg steigt die Mobilisierung. "Die Fronten verhärten sich und die Diskussionen werden rarer", beurteilt Yves Defferrard von der Gewerkschaft Unia die Situation. So hätte etwa im Kanton Waadt in den letzten zehn Jahren keines der neu angesiedelten Unternehmen einen Gesamtarbeitsvertrag unterschrieben.

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SDA-ATS