Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Unerfreuliche Neuigkeiten von Sonova: Der Hörgerätehersteller aus Stäfa muss seine Gewinn- und Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr 2010/2011 nach unten korrigieren. Denn der Rückruf eines Produkts und Probleme in den USA werden das Ergebnis belasten. Vor der Gewinnwarnung haben Spitzenleute mit Aktienverkäufen noch Kasse gemacht.

Insgesamt dürfte der Umsatz um 105 Mio. bis 115 Mio. Fr. schlechter ausfallen als erwartet, teilte Sonova am Mittwoch in einem Communiqué mit. Das Unternehmen erwartet dennoch einen leichten Umsatzanstieg auf 1,6 Mrd. Fr. nach 1,5 Mrd. Fr. im Vorjahr.

Rückruf kommt Sonova teuer zu stehen

Rund 65 Mio. Fr. Umsatz werde der Rückruf eines defekten Hörimplantats kosten, nachdem es bei zwei Patienten zu Problemen gekommen war. Wie stark dies den Gewinn schmälern dürfte, wollte Sonova-Sprecher Holger Schimanke auf Anfrage nicht bekannt geben.

Im vergangenen November sprach Sonova von 28'000 Menschen, die sich die Hörhilfe ins Ohr implantieren liessen. Klagen seien bisher aber nicht eingegangen, sagte Schimanke weiter.

Als Folge des Produktrückrufs beim US-Tochterunternehmen Advanced Bionics müsse der zugehörige Goodwill in der Bilanz um 150 Mio. bis 200 Mio. wertberichtigt werden. Die Wertberichtigung wird im vergangenen Geschäftsjahr verbucht und belastet das laufende Jahr nicht.

Zusätzlich zum Rückruf des Hörimplantats rechnet Sonova auch mit Umsatzeinbussen von rund 40 Mio. bis 50 Mio. Fr. im Hörgerätegeschäft. Schuld sei etwa die verzögerte Einführung eines neuen Hörgeräts in den USA, das erst seit Ende 2010 auf dem Markt gekommen sei, hiess es.

Aktie stürzt ab

An der Schweizer Börse reagierten die Anleger geschockt auf die Nachrichten: Die Sonova-Aktie stürzte um 22,7 Prozent auf 89,15 Fr. ab.

Wie stark die Gewinnziele im Geschäftsjahr 2010/2011 tatsächlich verfehlt werden, erfahren die Aktionäre am 24. Mai. Der Hörgerätehersteller schliesst das Geschäftsjahr Ende März ab.

Kurz vor der Gewinnwarnung hatten Geschäftsleitungsmitglieder und Verwaltungsräte des Konzerns laut der Nachrichtenagentur AWP noch Kasse gemacht: Allein in den letzten zwei Wochen verkauften sie Aktien und Optionen ihres Unternehmens im Wert von über 47 Mio. Franken.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS