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Washington - In der Ölpest-Region im Golf von Mexiko wächst die Sorge vor einem neuerlich nahenden Sturm. Ein Unwetter über der Karibik könnte sich gemäss Prognosen bis Freitag zu einem tropischen Zyklon entwickeln, der nach Nordwesten in Richtung der vom Öl betroffenen Küste zieht.
Dies teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum am Mittwoch mit. Eventuell müsse man die Säuberungsaktion auf dem Meer unterbrechen, sagte der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen. Um 10 bis 14 Tage könnten die Arbeiten zurückgeworfen werden.
Bereits Ende Juni hatte der Tropensturm "Alex" die Helfer gezwungen, ihre Arbeit zu unterbrechen. Das Unwetter zog dann aber über die mexikanische Halbinsel Yucatán und weiter nach Westen.
Nach der provisorischen Abdichtung des Bohrlochs im Golf von Mexiko treibt der BP-Konzern unterdessen ein neues Manöver zur endgültigen Versiegelung voran. Bei der "Static Kill" genannten Aktion soll schwerer Schlamm durch die Ventile des Abdeckzylinders gepumpt werden, der seit vergangenem Donnerstag das Loch verschliesst.
Die Operation werde bereits vorbereitet, sagte BP-Manager Kent Wells am Dienstagabend (Ortszeit). Ob tatsächlich ein Anlauf unternommen werde, müsse aber die Einsatzleitung der Regierung entscheiden. Er rechne am Donnerstag mit einem Entscheid.
Wie ein "Leck am Auto"
Allen hatte angeordnet, dass die provisorische Kappe noch bis mindestens Mittwoch die Quelle verschliessen solle. Alle 24 Stunden wird neu entschieden, ob der Zylinder auf dem Bohrloch bleibt.
Hintergrund sind Bedenken, dass die kilometerlange Steigleitung im Meeresboden den Druck der gestauten Ölmassen nicht aushält und sich das Öl einen anderen Weg an die Oberfläche bahnt. Gemäss Allen wurden im Umfeld des Bohrlochs fünf kleinere Lecks entdeckt.
"Wir glauben nicht, dass dadurch Konsequenzen zu befürchten sind", sagte er. Das Öl tröpfle "vergleichbar mit einem Leck am Auto" aus dem ramponierten Sicherheitsventil und dem Auffangzylinder.

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SDA-ATS