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"Die FDP hat ein Gleichstellungsproblem": SP-Präsident Christian Levrat nimmt kein Blatt vor den Mund. (Archiv)

Keystone/ANTHONY ANEX

(sda-ats)

Scharfe Töne von links: SP-Präsident Christian Levrat legt der FDP in der Frage um die Nachfolge von Bundesrat Didier Burkhalter ein Kandidaten-Ticket mit zwei Frauen nahe. Die Freisinnigen hätten seit 1989 nie mehr eine Bundesrätin gehabt, kritisiert er.

"Die FDP hat ein Gleichstellungsproblem erster Güte", sagte Levrat in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Bisher habe es 116 Bundesräte gegeben, 7 davon seien Frauen gewesen, davon 3 von der SP. Diese habe die SP nur in den Bundesrat gebracht, weil sie zwei Frauen auf das Ticket gesetzt habe.

Er verstehe nicht, wie die FDP vorgehe. "Will sie wirklich jemanden aus dem Tessin, muss sie mit zwei Tessinern antreten. Und wenn sie eine Frau im Bundesrat will, dann muss sie zwei Frauen auf einem Ticket präsentieren", sagte er zur Zeitung. Die Bundesversammlung wolle eine echte Auswahl und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Aus Sicht von Levrat ist die FDP in der Frage der Burkhalter-Nachfolge bisher amateurhaft vorgegangen. Zuerst seien die Freisinnigen vom Rücktritt ihres Bundesrats überrumpelt worden, dann hätten sie vorschnell erklärt, der Sitz gehöre der lateinischen Schweiz, und die FDP-Frauen hätten leichtfertig auf ihre Ansprüche verzichtet, sagte der SP-Präsident.

Auf die Frage, ob der SP ein Zweierticket aus dem Tessin oder ein Ticket mit zwei Frauen lieber sei, räumt Levrat ein: "Das muss die FDP entscheiden." Wichtig sei die Kompromissfähigkeit der Bundesratskandidaten.

Einer- oder Zweierticket

Die Kantonalsektionen der FDP haben bis am 11. August Zeit, um Vorschläge für die Nachfolge von Burkhalter zu präsentieren. Die Tessiner FDP-Führung will ihre Beratung für die möglichen Bundesratskandidaten bis am Montag beenden.

Für das Tessiner Kandidatenkarussell sind bisher vor allem drei Personen im Gespräch. Als Favorit genannt worden ist der Fraktionschef und Nationalrat Ignazio Cassis. Aber auch die frühere Nationalrätin und ehemalige Tessiner Staatsrätin Laura Sadis hat Interesse bekundet.

Sie regt an, dass die Tessiner FDP in der parteiinternen Ausmarchung ein Zweierticket ins Rennen schickt, nämlich mit einem Mann und einer Frau. Als dritter im Bunde der Kandidaten wird der amtierende Tessiner Wirtschafts- und Finanzdirektor Christian Vitta gehandelt.

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SDA-ATS