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Spanien benötigt nach Auffassung der Madrider Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts keine Rettungsaktion der Europäischen Union. Die Staatsfinanzen seien gesichert, und das Land werde die Finanzkrise überwinden, betonte Finanzminister Cristóbal Montoro am Freitag in Madrid.

Die Regierung arbeite an den Reformen, die das Land zur Sanierung seiner Finanzen benötige. "Es braucht aber seine Zeit, bis die Wirkungen sich einstellen", sagte der Minister.

Spanien kämpft mit den massiven Problemen der heimischen Banken. Im ersten Quartal des Jahres zogen Anleger 97 Mrd. Euro aus den angeschlagenen Geldhäusern ab, wie aus den am Freitag publizierten offiziellen Zahlen hervorgeht.

Die Bankenkrise verschärft auch die finanzielle Situation des spanischen Staates. Die Risikoaufschläge auf die Zinsen für Staatsanleihen stiegen am Freitag auf ein Rekordniveau. Für zehnjährige Papiere lagen sie im frühen Handel bei 6,52 Prozent, das sind 0,07 Prozentpunkte über dem Schlusswert vom Donnerstag.

Sehr schwierige Lage

Montoro gab sich jedoch optimistisch. "Spanien hat schon früher aus schwierigen Situationen herausgefunden", erklärte er. "Jetzt stehen die Chancen noch besser, denn das Land ist nicht allein."

Die Zukunft des Euro entscheidet sich nach Ansicht Madrids in den kommenden Wochen in Spanien und Italien. Diese beiden Länder bildeten nach den EU-Rettungsaktionen für Griechenland, Irland und Portugal die schwächsten Glieder in der Kette der Eurozone, sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Sitges bei Barcelona.

"Der Kampf um den Euro wird derzeit in so bedeutenden Staaten wie Spanien und Italien ausgefochten, und dies bedeutet, dass wir besonders verantwortungsbewusst agieren müssen." "Ich weiss nicht, ob wir am Rand einer Klippe stehen, aber wir sind in einer sehr, sehr schwierigen Lage", sagte Guindos in einer Rede vor Unternehmern.

SDA-ATS