Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Spanien steht am heute ab 16.00 Uhr gegen Gastgeber Russland auf dem Prüfstand. Am Abend spielt das zum Geheimfavorit aufgestiegene Kroatien ab 20.00 Uhr gegen Dänemark.

Spanien begann die WM mit einer überzeugenden Vorstellung gegen Portugal, das nur dank Cristiano Ronaldo ein 3:3 rettete. Doch nach den letzten beiden Vorrunden-Partien kamen Zweifel über die tatsächliche Stärke der Iberer auf. Dem 1:0 gegen den Iran folgten ein 2:2 gegen Marokko und viel Kritik.

Die Wettbüros handeln Spanien neben Brasilien noch immer als einen der zwei Topfavoriten um den Titel. Doch zwei Spiele genügten, um in der Heimat die Stimmung zu trüben. Aussenverteidiger Daniel Carvajal sagt: "Wir haben viel Kritik einstecken müssen, mehr als wir verdient haben. Immerhin sind wir seit zwei Jahren ungeschlagen."

Mittelfeldspieler Andres Iniesta sei zu alt, Torhüter David De Gea zu fehlerhaft, Trainer Fernando Hierro, der erst zwei Tage vor Turnierbeginn den Posten des entlassenen Julen Lopetegui übernommen hat, zu unerfahren. Aber immerhin ist Spanien weiter als vor vier Jahren, als nach der Vorrunde schon Schluss war. Fakt ist aber auch: 2010 kassierte Spanien auf dem Weg zum WM-Titel ganze zwei Gegentore, aktuell sind es nur schon nach der Gruppenphase deren fünf.

Die Russen wollen im Moskauer Luschniki-Stadion wieder dort weitermachen, wo sie am Eröffnungstag beim 5:0 gegen Saudi-Arabien begannen - und nicht so, wie sie beim 0:3 gegen Uruguay agierten. Mit dem Vorstoss in die K.o.-Runde haben sie ihr primäres Ziel schon einmal erreicht. Sergej Ignaschewitsch, Russlands Rekord-Internationaler, glaubt an die Chance: "Die spanischen Verteidiger stehen immer sehr hoch - das schafft Raum für Konter."

Ignaschewitsch ist neben Goalie Igor Akinfejew und Juri Schirkow einer von drei Spielern, die schon 2008 an der EM in der Schweiz und Österreich mit von der Partie waren. Damals spielten die Russen gleich zweimal gegen Spanien. In der Gruppenphase verloren sie 1:4 und im Halbfinal 0:3. Auch auf Seiten der Spanier wirkten mit David Silva, Sergio Ramos und Iniesta drei Spieler mit, die noch heute mit dabei sind. Auf WM-Ebene gab es die Begegnung Spanien - Russland noch nie.

Kroatiens Trainer: "Wir können Grosses schaffen"

Keiner der Topfavoriten legte eine durchgehend überzeugende Vorrunde hin. Mit drei Siegen kamen einzig drei Teams aus der zweiten Reihe durch: Uruguay, Belgien und Kroatien. Insbesondere die Kroaten boten dabei Leistungen, mit denen sie - mit dem 3:0 gegen Argentinien als Höhepunkt - die Konkurrenz beeindruckten. Ihnen wird zugetraut, einen ähnlichen Erfolg zu landen wie einst die Generation um Davor Suker, die 1998 nach einem Sieg gegen Deutschland bis in die Halbfinals vorstiess und letztlich Dritter wurde.

Die Rolle des Favoriten vor dem Achtelfinal gegen Dänemark gehört jedenfalls klar Kroatien. Das sei keineswegs belastend, sagt Luka Modric, Mittelfeld-Stratege von Real Madrid und der Nationalmannschaft: "Unser vorrangiges Ziel haben wir bereits erreicht. Ab jetzt können wir ganz befreit spielen." Der in Möhlin aufgewachsene Ivan Rakitic, sein Partner im kroatischen Aufbau, hält für Modric das ultimative Lob bereit: "Luka ist der beste kroatische Spieler der Geschichte und wie Iniesta der beste Spieler, die es auf ihren Positionen je gegeben hat."

Kroatiens Trainer Zlatko Dalic ist überzeugt, dass sein Team in der Lage ist, Grosses zu schaffen. Den Gegner vom Sonntag will er nicht unterschätzen. "Dänemark hat die bessere Mannschaft als Island, ist aber vom Stil her vergleichbar." Gegen die Isländer reichte Kroatien eine bessere B-Auswahl zu einem 2:1-Sieg.

Die Dänen indes sind seit Oktober 2016 ungeschlagen. Sie haben seit 14 Jahren nie mehr gegen Kroatien gespielt, glauben aber in ihrer Analyse erkannt zu haben, dass die Aufgabe machbar ist. "Sie kontern sehr stark", sagt Trainer Age Hareide, "aber so gut wie Frankreich sind sie nicht. Und Argentinien wäre bestimmt ein unbequemerer Gegner geworden."

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS