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Die Folklore-Sängerin Isabel Pantoja, einer der grössten Musikstars Spaniens, ist wegen Geldwäsche zu zwei Jahren Gefängnis und einer Busse von 1,147 Millionen Euro verurteilt worden. Nach spanischem Recht wird die 56-Jährige aber nicht hinter Gitter müssen.

Das Landgericht in Málaga erklärte zum Abschluss eines viermonatigen aufsehenerregenden Prozesses am Dienstag auch Pantojas Ex-Lebensgefährten, Marbellas ehemaligen Stadtpräsidenten Julián Muñoz, der Geldwäsche und der Bestechlichkeit für schuldig. Ihm wurde eine Haftstrafe von sieben Jahren auferlegt. Auch andere Mitangeklagte, darunter Muñoz' Gattin, wurden verurteilt.

Pantoja wird nach spanischem Recht nicht ins Gefängnis kommen, da sie keine Vorstrafen hat und die Gefängnisstrafe nicht zwei Jahre überschreitet.

Ihr wurde vorgeworfen, den mehrfach wegen finanzieller Vergehen vorbestraften Muñoz bei dessen illegalen Aktivitäten unterstützt zu haben. Sie hatte unter anderem 1,2 Millionen Euro in bar auf ihr Konto eingezahlt und eine Luxuswohnung gekauft, ohne die Herkunft des Geldes nachweisen zu können.

Milliarden beschlagnahmt

Im Prozess ging es um den "Fall Malaya", eine vor sechs Jahren ausgebrochene Affäre um die illegale Vergabe von Baulizenzen, Bestechung und Vetternwirtschaft.

Im Laufe der Ermittlungen waren nach übereinstimmenden Medienberichten unter anderem Objekte im Wert von 2,4 Milliarden Euro beschlagnahmt worden, darunter zwei Helikopter, 275 Kunstgegenstände, 103 reinrassige Pferde und viele Luxusfahrzeuge. Ausserdem wurden Dutzende von Verwickelten und Verdächtigen festgenommen.

Pantoja, die sich der andalusischen Copla verschrieb und sich auch als Schauspielerin betätigte, ist Witwe des Stierkämpfers Francisco Rivera "Paquirri". 2007 bekam sie 40 Platin-Schallplatten, weil sie seit 1990 vier Millionen Alben verkauft hatte.

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SDA-ATS