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Sparzwänge durch Krise bremsen Wachstum bei Rüstungsausgaben

Angesichts der Sparzwänge durch die Wirtschafts- und Finanzkrise in vielen Staaten sind die weltweiten Rüstungsausgaben 2010 deutlich weniger gestiegen als in den Jahren zuvor.

Während die Ausgaben für Rüstungsgüter zwischen 2001 und 2009 im Schnitt um jährlich 5,1 Prozent zulegten, erhöhten sie sich 2010 nur um 1,3 Prozent auf 1630 Mrd. Dollar, erklärt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI in einem am Montag vorgelegten Bericht.

Der relativ geringe Anstieg ging vor allem auf die geringere Erhöhung des US-Verteidigungsbudgets zurück. Hatten sich die Militärausgaben in den USA zwischen 2001 und 2009 im Schnitt um jährlich 7,4 Prozent erhöht, lag der Anstieg im vergangenen Jahr nur bei 2,8 Prozent, wie es in dem Bericht hiess.

"Seit 2001 haben die USA ihre Militärausgaben um 81 Prozent gesteigert und stellen fortan 43 Prozent der weltweiten Gesamtausgaben. Dies ist sechs Mal mehr als bei ihrem nächsten Rivalen China", erklärte der SIPRI-Verteidigungsexperte Sam Perlo-Freeman.

Die Verteidigungsausgaben in den USA betragen demnach 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Nur in den Golfstaaten wird mehr für das Militär ausgegeben.

In Europa (plus 2,8 Prozent) und Asien (plus 1,4 Prozent) waren die Staaten durch die Wirtschaftskrise gezwungen, den Anstieg der Militärausgaben zu begrenzen. Besonders China begründete die Reduzierung der geplanten Verteidigungsausgaben mit dem geringeren Wachstum.

In Afrika dagegen sorgte eine deutliche Steigerung der Rüstung in Erdölstaaten wie Algerien, Angola und Nigeria für ein Gesamtwachstum von 5,8 Prozent. Auch in Lateinamerika stiegen die Ausgaben dank einer prosperierenden Wirtschaft um 5,8 Prozent.

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