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Spezielle Konstellation vor Berner Derby

Spitzenduell aber nicht Spitzenkampf: Im Berner Derby zwischen den Young Boys und Thun trifft heute der souveräne Leader auf seinen ersten vorsichtigen Verfolger.

Es ist eine besondere Konstellation, die sich im Berner Derby präsentiert: Für gewöhnlich wäre beim Spiel zwischen dem Ersten und Zweiten der Super League vom Spitzenkampf die Rede. Die 18 Punkte, die die Young Boys derzeit vor ihrem ersten Verfolger liegen, sind aber zu deutlich, um dem Terminus "Spitzenkampf" gerecht zu werden. Mit 25 Punkten sind die Berner Oberländer nach 16 Runden der schwächste Meisterschaftszweite seit Einführung der Super League 2003.

"Die Tabelle lügt nie", antwortete Thuns Coach Marc Schneider auf die Frage, ob er den 2. Rang seines Teams für gerechtfertigt halte. Schneider hätte dabei auch ins Feld führen können, sein Team habe nach YB am meisten Tore geschossen (33) und nach dem Kantonsrivalen und dem FC Zürich am wenigsten Gegentreffer (24) kassiert. Schneider liess es, im Wissen, wie schnell sich hinter YB alles verändern kann. "Man darf sich deshalb auch nicht zu stark auf die Tabelle fokussieren", so Schneider.

Um etwas aus der Bundeshauptstadt mitzunehmen, müsse sein Team eine Steigerung im Vergleich zum 2:0 gegen St. Gallen zeigen. "Gegen ein YB in der momentanen Situation braucht es einen extra Effort, um überhaupt Punkte in Betracht ziehen zu können." Seinen Matchplan für das Derby mochte Schneider nicht bekannt machen, wichtig sei aber, dass seine Spieler "trotz des Gegners mutig auftreten". Wie man gegen den Meister punktet bewies Thun in der vergangenen Saison eindrücklich. Als einziges der zehn Teams der Super League wies Schneiders Team gegen die Young Boys eine positive Bilanz auf.

Beim Meister und Leader sind die Probleme derzeit überschaubar. Einzig mit der Position des rechten Aussenverteidigers wird sich YB-Trainer Gerardo Seoane besonders beschäftigt haben. Kevin Mbabu steht aufgrund seiner Gelb-Roten Karte gegen Basel für das Spiel in Thun nicht zur Verfügung. Als möglicher Ersatzmann stünde der Österreicher Thorsten Schick oder Ulisses Garcia bereit.

Kapitales Spiel zwischen St. Gallen und Xamax

St. Gallens Trainer Peter Zeidler sprach im Vorfeld des Heimspiels gegen Neuchâtel Xamax von einem "kapitalen" Match. Drei Niederlagen in Folge machten aus dem Anwärter auf einen Europacup-Platz einen Mitstreiter im Kampf gegen den Abstieg. Der Vorsprung auf das Schlusslicht aus Neuenburg würde bei einer Niederlage im Direktduell im letzten Heimspiel der Ostschweizer vor der Winterpause auf vier Punkte schmelzen.

Trotz der angespannten Tabellensituation sei die Vorfreude auf das Spiel in seinem Team gross, sagte Zeidler. "Es fehlte uns zuletzt aber an der Stabilität", so Zeidler weiter. Das Team lasse sich durch kleine Rückschläge aus dem Konzept bringen. Mit Xamax dürfte allerdings genau der richtige Gegner zum Aufbau des angeschlagenen Selbstvertrauens in die Ostschweiz kommen. Seit acht Meisterschaftsspielen konnte das Team von Michel Decastel keinen Sieg mehr feiern. Auch in Neuenburg wurde eine mentale Blockade als Ursache für die erfolglose Phase ausgemacht. Sie scheint noch akuter als diejenige beim FCSG.

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