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Bern - Rund 70 Prozent der Kinder in der Deutschschweiz besuchen eine Spielgruppe. Mit einer Kundgebung auf dem Berner Bundesplatz haben am Mittwoch hunderte Spielgruppenleiterinnen mehr Anerkennung gefordert für dieses in der Bevölkerung breit akzeptierte Angebot.
Schätzungsweise über 1000 Personen sorgten auf dem Bundesplatz für eine farbenfrohe und kreative Kundgebung. Spielgruppenkinder in der ganzen Schweiz hatten Fähnchen und Wimpel dekoriert, die am Mittwoch den Platz zierten. Zur Kundgebung aufgerufen hatte der Schweizer Spielgruppen-Leiterinnen-Verband SSLV.
Die Spielgruppen erfüllten einen zentralen Bildungsauftrag im Vorschulbereich, betonte Anna Lustenberger vom Spielgruppen-Verband. Eltern schätzten das Angebot für ihre Kleinen als sanften und spielerischen Einstieg in den Kindergarten.
Frühförderung, Integration und Gesundheitsförderung seien wichtige Anliegen der Spielgruppen. Doch mit der behördlichen Anerkennung sei es noch nicht überall sehr weit her.
Erwachtes InteresseZu viele Spielgruppen seien immer noch privat organisiert und erhielten keine Subventionen der Gemeinden. Zu viele Kinder könnten aus Kostengründen keine Spielgruppe besuchen, und zu viele Spielgruppenleiterinnen hätten keinen ihrer Verantwortung entsprechenden Lohn.
Kinder lernten am meisten von anderen Kindern, betonte Nationalrätin und SP-Vizepräsidentin Jacqueline Fehr auf dem Bundesplatz. Deshalb seien soziale Kontakte über die Eltern oder die ganze Familie hinaus zentral.
"Erst in allerjüngster Zeit scheint auch in der Schweiz das Bewusstsein zu wachsen, dass wir den ersten Lebensjahren der Kinder mehr Beachtung schenken sollten, auch in der Politik", führte Fehr aus.
Die Pisa-Studie sei ein Weckruf gewesen, denn sie zeige auf, dass Kinder mit einem schlechten Start kaum Chancen hätten, den Rückstand in der Schule aufzuholen. Dieses erwachte Interesse der Politik sei eine Chance für die Spielgruppen.
Petition einreichenDer Spielgruppen-Verband will mit einer Petition die Behörden auffordern, stärker mit den Spielgruppen zusammenzuarbeiten. Nötig sei auch eine vermehrte Unterstützung mit Geld und Räumlichkeiten sowie Beiträgen an die Ausbildung.

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SDA-ATS