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Die 36-jährige Nicola Spirig könnte sich am Donnerstag als erste Triathletin zur sechsfachen Einzel-Europameisterin über die olympische Distanz krönen.

Die Olympiasiegerin von 2012 und Olympia-Zweite von 2016 wäre dann alleinige Rekordhalterin. Die Olympiasiegerin von 2012 und Olympia-Zweite von 2016 holte den ersten Einzel-EM-Titel 2009, den letzten 2015. Ebenfalls fünf Einzel-EM-Titel holte die im Kurzdistanz-Triathlon nicht mehr aktive Portugiesin Vanessa Fernandes.

Der neue Schweizer Triathlon-Nationalcoach Gordon Crawford ist für Spirig zuversichtlich für den Wettkampf vom Donnerstag: "Die anspruchsvolle Rad- und Laufstrecke entsprechen den Fähigkeiten von Spirig."

Der Schotte kennt die Verhältnisse in der Agglomeration des fussballverrückten Glasgow mit den Erzrivalen und Giganten Celtic und Rangers bestens. Er stammt aus dem rund 45 km nordöstlich von Glasgow gelegenen Stirling. "Das Ziel ist mindestens eine Medaille, im besten Fall der Titel", lautet Crawfords Einschätzung zu Spirigs Aussichten.

Spirig selbst sieht es ähnlich, wäre aber je nach Rennverlauf mit einer Medaille schon zufrieden. "Auch wenn ich alles geben werde, um im Kampf um Gold mitzureden".

Bezwingerinnen von Hamburg am Start

Zuletzt im Rahmen der WM-Serie in Hamburg belegte die Zürcher Unterländerin zu ihrem Einzel-Saisoneinstieg auf internationalem Top-Level schon mal den 4. Rang. Lediglich die überraschende Französin Cassandre Beaugrand und die Deutsche Laura Lindemann (2.), die beide auch in Glasgow gemeldet sind, erreichten vor knapp vier Wochen aus Europas Elitezirkel vor Spirig das Ziel.

Allerdings führte der Wettkampf lediglich über die halbe olympische Distanz. "Ich bin besser in Form, als ich es in Hamburg war", sagt Spirig. Erst am letzten Sonntag absolvierte sie an ihrem Sommer-Trainings-Domizil St. Moritz 40 Rad- und 18 coupierte Laufkilometer im Wettkampf-Tempo.

Mit der nach wie vor rekonvaleszenten Jolanda Annen, der Neunten der letztjährigen WM-Serie, muss die Schweiz auf eine zweite Spitzenathletin neben Spirig im Rennen der Frauen verzichten. Lisa Berger ist als zweite Schweizer Frau nur für das Mixed-Team vom Samstag vorgesehen.

Bei den Männern im Rennen vom Freitag sind die Schweizer im Kampf um die Medaillen zwar Aussenseiter. Doch Andrea Salvisberg überraschte 2016 im Vorfeld von Olympia mit dem Gewinn von EM-Bronze. Salvisberg, der wie Spirig von Brett Sutton trainiert wird, ist laut Crawfords Einschätzung bereit. "Er hat gut trainiert und deutete schon Mal seine starke Radform in Hamburg an." Top-15-Anwärter sind auch die Waadtländer Sylvain Fridelance und Adrien Briffod.

Fridelance imponierte vor zwei Wochen in Edmonton mit dem 15. Rang in der WM-Serie. Briffod war im Vorjahr in Japan einmal Siebter bei einem Rennen der WM-Serie. Wegen einer Verletzungspause ist er allerdings noch nicht auf seinem besten Niveau.

Ohne Annen wohl keine Chance auf Team-Edelmetall

Am Samstag steht in Glasgow noch der Mixed-Team-Wettbewerb an, der 2020 in Tokio erstmals im olympischen Programm stehen wird. In Abwesenheit der noch bis Herbst verletzungsbedingt ausfallenden Annen dürften die Schweizer aber kaum für die Medaillen infrage kommen. Der Wettkampf führt über je 300 m Schwimmen, 6,7 km Radfahren und 1,5 km Laufen für total vier Athleten (je zwei Männer und Frauen).

Im Ranking des Weltverbandes ITU belegen die Schweizer als viertbeste europäische Nation aktuell den 8. Rang, für Tokio 2020 erhalten die Top 7 je zwei Quotenplätze für Männer und Frauen. Die Rückkehr von Annen auf Topniveau ist also notwendig, wenn die Schweiz in Tokio mit einem Quartett und damit auch im Teamwettbewerb präsent sein will.

Die Triathlon-Streckenführung für Tokio für den Einzel-Triathlon ist seit einigen Tagen bekannt. Vor allem die Radstrecke ist für Spirig interessant. "Es handelt sich um einen flachen Kurs mit sehr vielen Kurven. Das liegt mir." Die Schwierigkeit werde aber sein, noch mit der Spitzengruppe aus dem Wasser zu kommen.

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SDA-ATS