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Die Zahl der Erkrankungen am gefährlichen Darmerreger EHEC hat am Mittwoch vor allem in Norddeutschland rasant zugenommen. Es gebe "keinen Anlass zur Entwarnung", sagte der Leiter des Robert-Koch-Insituts, Reinhard Burger, im Bundestag.

Die Quelle sei weiter unbekannt, und es sei nicht auszuschliessen, dass sie immer noch zu Ansteckungen führe. Erst in einigen Tagen werde sich zeigen, ob die Warnungen vor rohem Gemüse die Infektionen gebremst haben.

Eine Untersuchung ergab, dass zunächst verdächtigte spanische Salatgurken vom Hamburger Grossmarkt nicht für den Ausbruch der EHEC-Epidemie verantwortlich sind. Die EHEC-Erreger auf den Gurken stammten von einem anderen Bakterien-Typ.

Der gefährliche Stamm O104:H4 sei bei keiner der vier untersuchten spanischen Gurken nachgewiesen worden, sagte ein Sprecher des Bundesinstituts für Risikobewertung. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner beteuerte, die Suche, wie der Erreger in die Lebensmittelkette gekommen sei, werde "mit Hochdruck" fortgesetzt.

Unterdessen erwägt die spanische Regierung rechtliche Schritte gegen die Hamburger Behörden, die im Zusammenhang mit der Epidemie vor Gurken aus Spanien gewarnt haben. Ein Bauernverband kündigte Schadenersatzforderungen an.

Über 1000 Erkrankungen

In Niedersachsen starb eine 84-jährige Frau an der schweren Darminfektion. Die Zahl der Todesfälle stieg damit bundesweit auf 16.

In Niedersachsen nahm die Zahl der Infektionen seit Dienstag um 30 Prozent auf 344 zu, in Hamburg um 99 Fälle auf 668 und in Nordrhein-Westfalen um 72 Fälle auf 200. In ganz Deutschland wurden bis Mittwoch über 1000 Erkrankungen gemeldet.

An dem gefährlichen Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS) seien inzwischen 470 Personen erkrankt. Betroffen seien alle Bundesländer.

Keine weiteren Fälle in der Schweiz

Auch Menschen aus zahlreichen anderen europäischen Ländern haben sich bei Reisen nach Norddeutschland mit dem gefährlichen Erreger angesteckt. In der Schweiz sind bislang nur zwei Infektionsfälle mit dem dort grassierenden Bakterienstamm bekannt.

Der Zustand der Patienten ist nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Mittwoch stabil, die Krankheit verlaufe ohne Komplikationen.

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SDA-ATS