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Die SRG hält bei ihrem Online-Angebot die Konzessionsauflagen des Bundes weitgehend ein. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Zürich in einer Studie im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation. Bei Blogs oder Verkaufsangeboten im Internet bewegen sich die SRG aber in einer Grauzone.

Bei rund acht Prozent der untersuchten Online-Angebote der SRG sei die Einhaltung der Konzession fraglich, teilte das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) am Dienstag mit. Es hatte die Studie "SRG Online Beobachtung" zum zweiten Mal in Auftrag gegeben. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Beiträge in der "Grauzone" um rund 1 Prozent ab.

Gemäss Konzessionsvorgaben hat das Online-Angebot der SRG die Funktion, das Fernseh- und Radioangebot zu ergänzen und zu vertiefen. Haben die Online-Angebote keinen direkten Bezug zu einer Sendung im Radio oder Fernsehen, so erfüllen sie die Bedingungen der Konzession nicht.

168 Fälle unklar

Die Wissenschaftler ordneten insgesamt 168 Fälle einer "Grauzone" zu, wie sie schreiben. Darunter waren redaktionelle Inhalte, interaktive Angebote, Werbung, Eigenwerbung und Unternehmensinformation. Auf der Internetseite von SF stammten die Beiträge vor allem aus den Rubriken Sport, Unterhaltung und SF Meteo; bei Radio DRS aus den Nachrichten.

Die People-Sendung glanz & gloria stelle zum Beispiel im Internet eine Prominenten-Datenbank zur Verfügung, die keinen direkten Bezug zu einer Sendung habe, stellten die Forscher fest. Ebenfalls in einer Grauzone bewegten sich Resultattabellen von Sportarten, über die nicht zeitnah im Rundfunk berichtet worden sei.

Bei den interaktiven Angeboten auf den SRG-Webseiten bemängelten die Studienautoren verschiedene Blogs - etwa Beiträge auf dem Aeschbacher-Blog oder den kulturplatz-Blog.

Zudem würden auf den Internetseiten der SRG auch Artikel verkauft, die keinen direkt ersichtlichen Bezug zu einer Sendung haben. Etwa im Radiokiosk von DRS rechnen die Autoren 9 von 10 Produkten - CDs und Bücher - der Grauzone zu.

BAKOM zufrieden

Trotz der festgestellten Mängel sei das BAKOM zufrieden mit den Studienergebnissen, sagte Jost Aregger, Forschungsverantwortlicher beim BAKOM, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die SRG sei auf einem guten Weg. "Das Verbesserungspotenzial sollte aber genutzt werden", hielt er fest. Das BAKOM suche deshalb das Gespräch mit der SRG. Politische Auswirkungen verfolge die Studie nicht.

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SDA-ATS