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Mit einem Sparpaket von 200 Millionen Franken will die St. Galler Regierung die Löcher in der Staatskasse ab 2015 zu einem grossen Teil stopfen. Es dürfte aber auch eine Steuererhöhung notwendig werden. Der Kantonsrat entscheidet im Juni über das Sparpaket.

Regierungspräsidentin Karin Keller und Finanzdirektor Martin Gehrer stellten das Paket am Freitag vor. Dieses sieht im kommenden Jahr Einsparungen von 120 Millionen Franken, danach 152 Millionen und ab 2015 knapp 200 Millionen Franken vor.

Mit dem vom Kantonsrat verordneten Sparpaket sollen die Staatsfinanzen wieder ins Lot gebracht werden. Andernfalls fehlen jährlich 300 Millionen Franken. 2013 und 2014 kann der Kanton die Defizite mit Eigenkapital-Bezügen noch teilweise ausgleichen.

Kern des Sparpakets sind 52 Massnahmen im Umfang von 100 Millionen Franken, verteilt auf alle Departemente. Beim Staatspersonal werden 13 Stellen gestrichen, allerdings ohne Kündigungen, wie Gehrer sagte. Bis 2015 gibt es keine Reallohnerhöhungen und keinen Teuerungsausgleich für die Angestellten des Kantons.

Buchhalterischer Trick

Bis zu 50 Millionen Franken sollen durch einen buchhalterischen Trick "gespart" werden: Die Regierung will Spitalbauten nicht mehr über zehn, sondern über 25 Jahre abschreiben; zudem wird mit den Abschreibungen jeweils ein Jahr später begonnen.

Auch die 85 St. Galler Gemeinden müssen zur Entlastung der Staatskasse beitragen. Ihnen werden 20 Millionen Franken jährlich überwälzt. Weiter will der Kanton Staatsbeiträge kürzen.

Steuererhöhung

Auch mit dem Sparpaket rechnet der Kanton in den kommenden Jahren noch mit Defiziten: 2013 beträgt die Lücke voraussichtlich 84 Millionen Franken, was 7 bis 8 Steuerprozenten entspricht. Eine entsprechende Steuererhöhung wird die Regierung wenn nötig mit dem Budget 2013 beantragen.

Zusätzlich zum Sparpaket legte die Regierung Vorschläge für höhere Erträge vor. So könnten Gebühren erhöht und der Pendlerabzug bei der Steuererklärung gekürzt werden.

SDA-ATS