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St. Johannsen versetzt keine Insassen in geschlossene Anstalten

Dieser Inhalt wurde am 30. Dezember 2009 - 11:56 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Von den 78 Insassen des offenen Massnahmenvollzugs im bernischen St. Johannsen muss keiner in eine geschlossene Anstalt wechseln. Eine interne Untersuchung hat gezeigt, dass keine Versetzungen nötig sind.
"Die Insassen sind hier am richtigen Ort", erklärte der stellvertretende Direktor der Anstalt, Thomas Ingold, auf Anfrage und bestätigte diverse Medienberichte.
Das Massnahmenzentrum in St. Johannsen geriet in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass ein Häftling ausgebrochen war und am Strand des Bielersees ein Mädchen unsittlich betastet hatte.
Daraufhin stellte der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser ein ganzes Bündel an Massnahmen vor, um die Sicherheit in der Anstalt zu erhöhen. So wurde etwa beschlossen, die Fenster in den Aufenthaltsräumen mit Gittern auszurüsten.
Weitere bauliche und technische Verbesserungen sollten geprüft werden, wie es damals hiess. Dazu läuft derzeit ein Projekt, wie Ingold ausführte. Resultate sind jedoch erst für nächsten Herbst zu erwarten.
Die Selbsthilfegruppe für Strafgefangene und Randständige, Reform 91, begrüsste den Entscheid, auf Rückversetzungen zu verzichten. Sie unterstrich in einem Communiqué die Bedeutung des offenen Massnahmenzentrums als "therapeutische Einrichtung".

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