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Im Prozess gegen den früheren UBS-Topmanager Raoul Weil haben sich die Anwälte über die Einvernahme des Zeugen Hansruedi Schumacher gestritten. Die Anklage will nach dem Kreuzverhör nochmals selber zum Zug kommen, "um strittige Fakten zu klären". Die Geschworenen mussten während des Disputs draussen warten.

Staatsanwalt Jason Poole versuchte zum Auftakt der zweiten Verhandlungswoche in Fort Lauderdale (Florida) Boden gutzumachen. Zuvor hatte die Verteidigung den ersten Belastungszeugen zehn Stunden lang ins Kreuzverhör genommen und dabei nicht geschont.

Der Staatsanwalt kritisierte die Demontage seines Zeugen scharf. "Englisch ist nicht seine Muttersprache", erklärte er einzelne Widersprüche in den Aussagen.

Schumacher habe vieles aus seinem Gedächtnis abrufen müssen, da könnten sich schon ab und zu Ungenauigkeiten einschleichen. Daraus dürfte man ihm aber keinen Strick drehen. "Die Verteidigung verdreht systematisch die Fakten", sagte Poole weiter.

Die Anklage sei bereit, weitere schriftliche Beweise zu suchen, um die Aussage des Zeugen zu stützen. Dazu müsse sie aber die Gelegenheit haben, nach Abschluss des Kreuzverhörs die Einvernahme mit neuen Beweismitteln nochmals aufzunehmen, um offenen sachlichen Fragen auf den Grund zu gehen.

Die Verteidigung protestierte lautstark gegen diesen Antrag. "Das hier ist kein Spiel“, sagte Anwalt Matthew Menchel. "Ich habe den Zeugen nicht fertiggemacht, er wollte oft von sich aus zusätzliche Erklärungen abgeben". Die Anklage habe schlicht gepfuscht und wolle nun gegen Prozessregeln verstossen.

Richter James Cohn liess vorerst offen, ob er der Anklage nochmals Gelegenheit geben will, den Zeugen zu befragen. Danach durften die Geschworenen den Gerichtssaal betreten, und die Verteidigung konnte das Kreuzverhör fortführen.

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SDA-ATS