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Der Vorwurf, beim Discounter Aldi Süd seien Lehrlinge misshandelt worden, beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Ermittelt werde gegen Unbekannt, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Freiburg am Montag.

Nach derzeitigem Stand gehe es um Körperverletzung, Freiheitsberaubung oder Nötigung. Der Polizeidirektion Offenburg seien im Aldi-Zentrallager Mahlberg Unterlagen zur Verfügung gestellt worden, die nun ausgewertet würden. Auch sollen Zeugen vernommen werden.

Ob es zu einer Anklage kommen werde, sei noch unklar. Zuvor hatte "Spiegel online" über staatsanwaltschaftliche Ermittlungen berichtet. Aldi Süd war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Magazin "Spiegel" zitierte in seiner jüngsten Ausgabe einen Ex-Manager, dem zufolge in Mahlberg Auszubildende mit Frischhaltefolie von Angestellten an Pfosten gefesselt wurden, weil sie angeblich frech geworden seien.

Drei von ihnen äusserten sich in einer demnächst erscheinenden Neuausgabe eines Buches eines Ex-Aldi-Mannes. Die Folie sei so stark gespannt gewesen, dass er kaum mehr habe atmen können, berichtete demnach ein Betroffener.

Die Mitarbeiter hätten dann den Lehrlingen mit Filzstiften das Gesicht beschmiert. Vorgesetzte hätten diese Schikane geduldet. Sie sei sogar auf Foto und Video festgehalten und teils auf Facebook zu sehen gewesen sein.

Laut "Spiegel Online" hat Aldi mittlerweile Konsequenzen gezogen. Mit insgesamt sieben Mitarbeitern habe der Discounter Abgangsverträge ausgehandelt.

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SDA-ATS