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Mainz - Wie kamen die Darmbakterien in die Flüssignahrung für die schwer kranken Babys? Nach der Tragödie mit zwei toten Säuglingen in der Universitätsklinik Mainz ist vieles noch unklar. Im Verdacht steht die Apotheke der renommierten Klinik.
Der spezielle Raum in der Apotheke, in dem die Lösungen für Säuglinge hergestellt werden, sei von der Klinik geschlossen worden, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus-Peter Mieth am Montag in Mainz. "Die Schläuche sind die einzige Stelle an den Geräten, an der Mitarbeiter direkt eingreifen und so Bakterien eintragen könnten."
Auf der Intensivstation der Klinik hatten elf Kinder die verunreinigte Nährlösung bekommen - zwei Säuglinge starben am Samstag, ein Baby rang am Montag weiter mit dem Tod. Bei vier anderen Patienten gebe es "ganz vorsichtig ausgedrückt einen Hoffnungsschimmer", sagte Mieth. Die übrigen vier seien vorsorglich mit Antibiotika behandelt worden.
Verdacht auf fahrlässige Tötung
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung gegen Unbekannt.
Der ärztliche Direktor des Klinikums, Norbert Pfeiffer, wies darauf hin, dass die verseuchte Infusion nicht zwangsläufig die Todesursache der Babys war. "Alle Kinder waren auf der Intensivstation", sagte er Reuters-TV.
Alle elf mit der Lösung ernährten Säuglinge seien sehr früh und unreif geboren worden. Sie hätten unter anderem an genetischen Defekten und Erkrankungen des Herzens sowie des Verdauungssystems gelitten.
Mit dem Tod der beiden Säuglinge sei bereits vor dem Anlegen der Infusion gerechnet worden. "Aber wir können nicht ausschliessen, dass diese Verkeimung dazu beigetragen hat."
Strenge Hygienevorschriften
Nähere Erkenntnisse zur Todesursache versprechen sich die Ermittler von der mikrobiologischen Expertise. "Sie soll auch zeigen, wo, an welcher Stelle sich die Keime befunden haben", betonte Mieth.

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SDA-ATS