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Die Staatsanwaltschaft hat nach den Ausschreitungen gegen den G20-Gipfel in Hamburg in 51 Fällen Untersuchungshaft angeordnet. (Archivbild)

Keystone/EPA/FILIP SINGER

(sda-ats)

Nach den Ausschreitungen am G20-Gipfel in Hamburg hat die Staatsanwaltschaft in 51 Fällen Untersuchungshaft angeordnet. Unter den Betroffenen befindet sich mindestens ein Schweizer.

Den festgenommenen Personen werden unter anderem schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung zur Last gelegt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg am Montag mit.

Bei den Festgenommenen handelt es sich vor allem um männliche Beschuldigte unter 30 Jahren. Neben zahlreichen Deutschen befinden sich auch Staatsbürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und aus Österreich.

Einem 27-jährigen Deutschen wird versuchter Mord vorgeworfen. Er soll mit einem Lasergerät den Piloten eines Polizeihelikopters gezielt geblendet haben. Dabei soll er sogar den möglichen Absturz des Helikopters in Kauf genommen haben.

Die Staatsanwaltschaft hat insgesamt 85 Haftbefehle beantragt. In den Fällen, in denen keine Haft angeordnet worden sei, prüfe die Behörde die Einlegung von Rechtsmitteln, hiess es in der Mitteilung weiter.

Neun Schweizer aus dem Verkehr gezogen

Bei den Ausschreitungen der letzten Tage hatte die Polizei insgesamt neun Schweizer Staatsbürger aus dem Verkehr gezogen. Fünf Personen wurden festgenommen. Vier weitere nahm die Hamburger Polizei in Gewahrsam. Sie bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erstmals offiziell, dass auch Schweizer nach den schweren Krawallen festgenommen worden waren.

Insgesamt wurden 186 Menschen vorläufig festgenommen und 225 Menschen in Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Polizei gab es 37 Haftbefehle gegen Randalierer.

In den vergangenen Tagen war es bei dem Gipfel in Hamburg zu schweren Krawallen und gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Gewalttäter zündeten Autos an, beschädigten und plünderten Geschäfte und bewarfen Polizisten mit Böllern, Steinen und Flaschen. Die Einsatzkräfte setzten mehrfach Wasserwerfer ein. Im Rahmen des Polizeieinsatzes wurden fast 500 Beamte verletzt.

SDA-ATS