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Der Thurgauer Schienenfahrzeuge-Hersteller Stadler Rail peilt für 2013 einen rekordhohen Auftragseingang von 4 Mrd. Fr. an. Firmenchef Peter Spuhler hat das Ziel damit verdoppelt. Dennoch ist ein Stellenabbau nach dem Taucher im letzten Jahr nicht vom Tisch.

"Ausschliessen kann ich das nicht, aber ich hoffe, dass es ohne geht", sagte Spuhler in einem Interview mit dem "SonntagsBlick". Bislang habe Stadler Rail in diesem Jahr Aufträge für 2 Mrd. Fr. gewonnen, damit ist das im Juni formulierte Ziel bereits erreicht.

Trotzdem sei das Loch des "katastrophalen" Vorjahres mit Aufträgen von bloss 720 Mio. Franken noch nicht gestopft. Die Schweizer Standorte seien für 2015 und 2016 erst zu gut 50 Prozent ausgelastet, hielt der 54-Jährige fest, der letztes Jahr als SVP-Nationalrat zurückgetreten ist, um Firma und Mitarbeitende nicht "im Stich" zu lassen.

"Es ist wichtig, dass wir die Arbeitsplätze hier halten können. Sonst gehen Know-how und Erfahrung verloren, die einem fehlen, wenn der Aufschwung kommt", erklärte Spuhler. "Wir versuchen deshalb, die Durststrecke durchzustehen und haben für 2014 Aufträge von Polen in die Schweiz verlagert."

Hoffen auf SBB-Grossauftrag

Stadler Rail ist zudem im Rennen für den Auftrag der SBB für Hochgeschwindigkeitszüge auf der Nord-Süd-Achse. "Ich hoffe, dass wir nach drei, vier schmerzlichen Niederlagen in den letzten Jahren als Sieger vom Platz gehen", sagte Spuhler.

"Wir haben jetzt auch neue Produkte entwickelt wie Metro- und Intercity-Züge", führte Spuhler in einem Interview mit dem "St. Galler Tagblatt" vom Samstag aus. Es werde aber zwei, drei Jahre dauern, bis Stadler Rail zu alter Stärke zurückgefunden habe.

Im März hatte das Unternehmen angekündigt, im Werk in Altenrhein SG rund 60 Stellen - vor allem Temporärarbeitsplätze - zu streichen. Insgesamt beschäftigt Stadler Rail fast 5000 Mitarbeitende, davon rund 3000 in der Schweiz.

SDA-ATS