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Torontos skandalumwitterter Stadtpräsident Rob Ford kommt nach seinem spektakulären Drogengeständnis nicht aus den Negativschlagzeilen: Der Stadtrat von Kanadas grösster Stadt forderte den 44-Jährigen am Mittwoch mit überwältigender Mehrheit auf, seine Amtsgeschäfte niederzulegen.

"Wir verlangen von Ihnen, sich zurückzuziehen und eine Auszeit einzulegen, um Ihre privaten Probleme abseits der Öffentlichkeit zu regeln", erklärten die Volksvertreter in einer gemeinsamen Resolution. Doch Ford lehnte einen Rückzug weiterhin ab.

Ford bezeichnete in der Ratssitzung die belastenden Informationen aus seinem Privatleben als "peinlich und erniedrigend", aber auch als "Einzelfälle". Gleichzeitig deutete er aber an, dass er "noch weitere Leichen im Keller" haben könnte.

Für den Stadtpräsidenten war es die erste Stadtratssitzung seit seinem Eingeständnis, das Kokainderivat Crack geraucht und jahrelang illegale Drogen gekauft zu haben - was er zuvor hartnäckig bestritten hatte.

In dem Gremium sitzt auch Fords Bruder Doug, der von einer "Hexenjagd" auf das Stadtoberhaupt sprach. Die Stellungnahme des Stadtrats ist für Rob Ford zwar nicht bindend, erhöht aber den ohnehin grossen Druck auf ihn.

Neuesten Umfragen zufolge verlangen Dreiviertel der Einwohner Torontos seinen Rücktritt. Auch am Mittwoch demonstrierten wieder hunderte Gegner vor dem Stadtratsgebäude und forderten Ford auf, seinen Hut zu nehmen.

Neues Skandalmaterial

Es tauchen immer neue Vorwürfe auf: Nach Filmaufnahmen von einem peinlichen Wutausbruch im Vollrausch brachte ihn nun eine feuchtfröhliche Feier zum St. Patrick's Day 2012 in Erklärungsnot.

Dabei soll sich der Stadtpräsident mit Prostituierten und Cannabis rauchend vergnügt und anschliessend ans Steuer gesetzt haben, obwohl er angeblich schon eine halbe Flasche Wodka getrunken hatte. Das geht zumindest aus Zeugenbefragungen der Polizei hervor, deren Protokolle die Justiz am Mittwoch veröffentlichen liess.

SDA-ATS