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Seit Anfang Jahr werden kantonale Viehschauen vom Bund nicht mehr finanziell unterstützt. Der Ständerat stört sich an dieser Änderung. Er hat einem Vorstoss zugestimmt, der die Wiedereinführung der Bundesbeiträge verlangt.

Der Vorstoss kam vom Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti. Viehschauen seien nicht nur willkommene Gelegenheiten zum Leistungsvergleich, sondern auch eine Gelegenheit, der Bevölkerung das landwirtschaftliche Wirken näher zu bringen.

Viehschauen könnten bei richtiger Vermarktung gar veritable Magnete sein und als Katalysatoren für touristische Aktivitäten dienen, sagte der Braunvieh-affine Sozialdemokrat, der nach eigenen Angaben regelmässig Viehschauen besucht.

"Viehschauen bedeuten für die Züchter einen riesigen Aufwand", sagte Zanetti. Falle nun der bescheidene Bundesbeitrag von zuletzt 300'000 Franken pro Jahr weg, dann könnte auch die Zahl der Viehschauen zurückgehen. Und dann, so Zanetti, sei es gut möglich, dass sich etwa die Touristiker über diesen Verlust beklagten und Fördermassnahmen verlangten.

Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann zeigte sich beeindruckt vom Einsatz des Ständerats für die Tradition der Viehschauen. Trotzdem empfahl er die Vorlage im Namen des Bundesrats zur Ablehnung. Der Ständerat folgte mit 22 zu 14 Stimmen aber dem Ansinnen von Zanetti. Nun ist der Nationalrat an der Reihe.

Mit der Totalrevision der Tierzuchtverordnung hatte der Bundesrat die Beiträge für die Viehschauen per Anfang dieses Jahres gestrichen. Die bei Viehschauen erhobenen Daten würden von den Zuchtorganisationen nicht mehr für die Schätzung des Zuchtwertes verwendet, begründete der Bundesrat seinen Entscheid.

Indem die Gelder in Zukunft effizient eingesetzt würden, liesse sich deren Verwendung für die Tierzucht besser begründen. Zudem könnten sich die Betroffenen dank einer zweijährigen Übergangsfrist auf die "zumutbaren Anpassungen" vorbereiten.

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SDA-ATS