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Am zerstörten Atomkraftwerk Fukushima 1 will der Betreiber Tepco mit Stahlwänden eine schlimmere Verseuchung des Pazifiks verhindern. Arbeiter begannen am Samstag, die Barrieren an einem Kanal zwischen dem Meer und Reaktorblock 2 zu errichten.

Tagelang war aus Block 2 eine hochgiftige Brühe unkontrolliert in den Ozean geströmt - bis das Leck nach mehreren gescheiterten Versuchen endlich gestopft werden konnte.

Wie der staatliche Nachrichtensender NHK unter Berufung auf den Kraftwerksbetreiber berichtete, ging die Strahlung im Meerwasser vor Fukushima zuletzt wieder deutlich nach oben. In Proben vom Donnerstag war die Jod-Belastung demnach um das 2800-Fache erhöht. Einen Tag zuvor hatte die Strahlung die zulässigen Werte um das 1000-Fache überschritten.

Zweites Notstromaggregat vorgeschrieben

Nach mehreren Stromausfällen wegen des Nachbebens verschärfte die japanische Atomaufsicht die Sicherheitsnormen für Atomreaktoren. Fortan müssten für jeden Reaktor mindestens zwei Notstromaggregate bereitstehen, um eine Unterbrechung des Kühlkreislaufs zu verhindern, teilte die Behörde mit.

Die Erhöhung der Zahl der Notstromaggregate gilt laut Atomsicherheitsbehörde für alle 55 Reaktoren in Japan, auch für die heruntergefahrenen. Während des Nachbebens war im AKW Higashidori bei einem Stromausfall nur ein Generator verfügbar gewesen. Zwei weitere waren gerade in der Wartung.

Einwohner kehren zurück

Nach dem Nachbeben, das fünf Tote gefordert hatte, waren immer noch fast 270'000 Haushalte im Nordosten Japans ohne Strom. 150'000 Menschen harren immer noch in den 2400 Notunterkünften aus. Wahrscheinlich starben beim grossen Beben und dem anschliessenden Tsunami fast 28'000 Menschen. 15'000 davon gelten weiter als vermisst.

Laut einer Untersuchung der Regierung wurden durch die Katastrophe mindestens 82 Kinder zu Waisen. In der verwüsteten Stadt Rikuzentakatadie bezogen erste Überlebende der Katastrophe behelfsmässig errichtete Häuser.

In den Trümmern der vom Tsunami getroffenen Regionen fanden die Japaner inzwischen Bargeld in Millionenhöhe. Wie Kyodo berichtete, werden etwa in den Präfekturen Iwate und Miyagi täglich Hunderte Wertgegenstände bei der Polizei abgegeben, darunter Portemonnaies mit Geld. Weil die Behörden es in den meisten Fällen für unmöglich halten, die Besitzer aufzuspüren, fordern Überlebende, das Geld zum Wiederaufbau der verwüsteten Regionen zu verwenden.

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SDA-ATS