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Die Ausstellung Milipol findet auf einem Ausstellungsgelände bei Paris statt.

KEYSTONE/AP/CHRISTOPHE ENA

(sda-ats)

Amnesty International hat auf einer grossen französischen Sicherheitsmesse nach eigenen Angaben "illegale Folter-Ausstattung" entdeckt. Die Messe Milipol schloss daraufhin den Stand eines chinesischen Anbieters.

Sie könne den Namen des Ausstellers nicht nennen - es habe sich aber um ein Privatunternehmen gehandelt, bestätigte die Messe-Leiterin Muriel Kafantaris am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Amnesty hatte mitgeteilt, auf der Messe unter anderem Elektroschock-Westen, mit Spitzen versehene Schlagstöcke und schwere Fusseisen im Angebot gefunden zu haben.

An dem nun geschlossenen Stand waren nach Angaben der Organisation "Folter-Geräte" ausgestellt - andere Unternehmen hätten so etwas in Katalogen angeboten, diese aber nun entfernt oder die fraglichen Seiten herausgerissen.

Eine EU-Verordnung verbietet Einfuhr und Ausfuhr von Gütern, die nur der Vollstreckung der Todesstrafe oder der Folter dienen. Auch das Angebot auf Messen ist untersagt. Unter die Regeln fallen etwa Elektroschockgeräte, "die dazu bestimmt sind, von einer gefesselten Person getragen zu werden", und "mit Gewicht versehene Fussfesseln".

Die Ausstellung Milipol findet auf einem Ausstellungsgelände bei Paris statt und ist laut Amnesty eine der grössten Sicherheitsmessen in Europa. Sie steht unter der Schirmherrschaft des französischen Innenministeriums.

Die Messe-Leitung erklärte, sie habe schon vor der Amnesty-Pressemitteilung in enger Zusammenarbeit mit der Organisation von dem Fall erfahren und eine "sofortige Sanktion" ergriffen.

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SDA-ATS