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Start von Petition "gegen die Sexualisierung der Volksschule"

Politiker aus EVP, EDU und SVP sowie Lehrer haben am Freitag eine Petition "gegen die Sexualisierung der Volksschule" gestartet. Ein Obligatorium für Sexualkunde an der Volksschule, wie im Lehrplan 21 vorgesehen, komme nicht in Frage. Aufklärung sei Sache der Eltern.

Unter anderem sehe der Lehrplan 21 Sexualkunde vor, "gespickt mit allerlei "Handlungsanleitungen" bereits für Kinder ab vier Jahren. Zum Teil würden solche bereits in Schulen verwendet, monieren die Urheber der am Freitag in Bern vorgestellten Petition.

"Drastisches, Skandalöses" sei angesagt: Detaillierte Anleitungen oder (empfehlende) Links zu konkreten sexuellen Betätigungen wie Analsex, Oralsex, Sex mit dem gleichen Geschlecht. Einzelne Autoren verirrten sich auch in die sexuelle Vulgärsprache. Die Grenze zur Pornographie werde immer wieder überschritten.

Aufgabe der Eltern

Die Eltern könnten weder auf den Unterricht noch auf die Lehrmittel Einfluss nehmen. Man wolle den Eltern auch verbieten, ihre Kinder vom Sexualkunde-Unterricht dispensieren zu lassen. Dabei sei die sexuelle Aufklärung doch vor allem Aufgabe der Eltern

Die Sammelfrist für die Petition läuft bis 1. Oktober 2011. Die Petition wird organisatorisch abgewickelt durch den vom "Schweizerzeit"-Verlag in Flaach ZH herausgegebenen "Bildungskompass". Dieser wird vom Zürcher SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer koordiniert.

Erziehungsdirektoren: Nötige Sorgfalt

Die Erziehungsdirektorinnen und -direktoren der Deutschschweiz sind seit vergangenem Herbst daran, den Lehrplan 21 für die Volksschule zu erarbeiten. Damit setzen sie Artikel 62 der Bundesverfassung um, die Ziele der Schule zu harmonisieren. Der Lehrplan 21 soll im Frühling 2014 den Kantonen zur Einführung übergeben werden.

Sexualkundliche Inhalte seien seit vielen Jahren Teil der kantonalen Volksschullehrpläne, hielt die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz am Freitag fest. In der Regel beginne der Sexualkunde-Unterricht gegen Ende der Primarschulzeit und werde auf der Sekundarstufe I fortgeführt.

Die Lehrpersonen würden die sensiblen Inhalte mit der nötigen Sorgfalt behandeln. An dieser bewährten Praxis werde der Lehrplan 21 nichts ändern.

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