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Die Schweizer Degenfechter verpassen einen zweiten WM-Medaillengewinn im chinesischen Wuxi innerhalb von weniger als 24 Stunden nur knapp. Benjamin Steffen wird in den Viertelfinals gestoppt.

Den WM-Titel holte sich Yannick Borel, der vor einem Monat zum dritten Mal in Folge Einzel-Europameister geworden war. Der aktuelle Team-Weltmeister und Team-Olympiasieger von Rio mit Frankreich setzte sich im Final gegen Ruben Limardo, den Einzel-Olympiasieger von 2012 in London, mit 15:4 durch.

Der Olympia-Vierte Steffen, der wie Bronze-Gewinnerin Laura Stähli der Fechtgesellschaft Basel angehört, scheiterte in der Runde der letzten acht an der Nummer 45 der Welt, dem nachmaligen WM-Dritten Roman Swichkar aus der Ukraine. Der 36-jährige Steffen verlor das Gefecht mit 12:15. Mit einem Halbfinal-Vorstoss wäre Steffen zumindest (geteilter) WM-Dritter gewesen.

Dennoch wird sich der Sportlehrer in der Weltrangliste nun von der bisherigen Position 56 deutlich verbessern. "Das ist für mich allerdings zweitrangig. Ich hatte auch wegen körperlichen Problemen eine schlechte Saison und hätte deshalb vor der WM für die Top acht unterschrieben", sagte Steffen gegenüber der Agentur Keystone-SDA.

Ein lange unentdeckt gebliebenes Pfeiffersches Drüsenfieber sowie noch nicht überwundene Hüftprobleme führten zu hartnäckigen Selbstzweifeln. "Schliesslich arbeitete ich viel auf mentaler Ebene, um den Tritt wieder zu finden."

Dies sei ihm in Wuxi an seinen beiden Wettkampftagen im Einzel auch mehrheitlich gelungen - mit Ausnahme des letzten Gefechts gegen den Ukrainer. "Das war meine schlechteste Leistung. Disziplin und Präzision fehlten. Und auch ein wenig die innere Ruhe, selbst wenn ich hinten hinaus besser wurde."

Verpasste Olympia-Bronze war noch bitterer

Der Schweizer Team-Routinier muss damit weiter auf einen Einzel-Medaillengewinn an einer EM oder WM warten. Mit dem Team war Steffen unter anderem schon viermal Europameister und mehrfacher WM-Medaillengewinner.

An der EM 2013 in Zagreb hatte Steffen als Sechster ebenfalls knapp eine Einzel-Medaille verpasst. Noch bitterer war für Steffen das verlorene Gefecht um Platz 3 bei Olympia in Rio. Bronze im Einzel wird im Gegensatz zu EM und WM bei Olympia ausgefochten.

Die beiden anderen Schweizer WM-Teilnehmer in den Top 64 der diesjährigen Degen-Einzelkonkurrenz, U23-Team-Europameister Alexis Bayard und Medaillenkandidat Max Heinzer, blieben früh auf der Strecke. Bayard scheiterte in den Sechzehntelfinals am Südkoreaner Kewon Youngjun (9:11). Der für die Top 64 gesetzte Max Heinzer kassierte schon zum Auftakt gegen den Franzosen Alex Fava eine 11:12-Niederlage nach Verlängerung.

Heinzer: "Nächste Chance kommt"

Dem zweifachen Olympia-Diplom-Gewinner und zehnfachen Weltcup-Gewinner Heinzer fehlt in seinem umfangreichen Palmarès damit weiterhin der Gewinn einer WM-Einzelmedaille. Auf dem Weg zu seinem zehnten Weltcup-Triumph hatte Heinzer in dieser Saison in Budapest Fava noch das Nachsehen gegeben. "Die nächste Chance wird kommen", ist sich Heinzer sicher. Er war vor WM-Beginn als Nummer 5 der Welt geführt worden.

Die Schweizer Männer stehen am Mittwoch am ersten Tag der Team-Konkurrenz wieder im Einsatz. Zusammen mit Heinzer und Steffen werden die im Einzel nicht zum Zuge gekommenen Michele Niggeler und Lucas Malcotti das Schweizer Quartett bilden. Heinzer, Steffen, Niggeler und der diesmal nicht im Aufgebot stehende Gregor Kuhn hatten im Vorjahr mit dem Gewinn von Team-WM-Silber verblüfft.

Bislang eroberten die Schweizer an Weltmeisterschaften erst einmal, 2001 in Nîmes, in beiden Degen-Einzelkonkurrenzen Edelmetall. Damals hatten Basil Hofmann Silber und Gianna Hablützel-Bürki Bronze geholt.

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SDA-ATS