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Die Schweizer Wirtschaft sucht Personal: Im dritten Quartal waren so viele Stellen ausgeschrieben wie seit drei Jahren nicht mehr. Der Arbeitsmarkt zieht auch in sonst eher schwächeren Regionen wie der Ost- und der Zentralschweiz an.

Die gute Lage ist nicht allein saisonal bedingt: Der Schub, den der Arbeitsmarkt im Herbst traditionell bekommt, macht nur etwa die Hälfte des Anstiegs aus.

Der Stellenvermittler Adecco stellte heute in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich den Job Market Index vor, der per Ende September auf 105,3 Punkten liegt.

Nach zwei Jahren Stabilität auf hohen Niveau bekommt der Stellenmarkt Schwung. In der Zentralschweiz mit den Kantonen am Vierwaldstättersee und Zug betrug das Plus 15 Prozent, in der Ostschweiz - St. Gallen, Thurgau, beide Appenzell, Graubünden und Glarus - 10 Prozent.

Aufholjagd

Das Mittelland mit Bern, Freiburg, Jura und Neuenburg verbucht ein Plus von 8 Prozent, während das Wirtschaftszentrum Zürich, zu dem die Studienautoren auch Schaffhausen zählen, und die Nordwestschweiz mit den beiden Basel, Solothurn und Aargau mit 7 Prozent mehr Stellenangeboten aufwarten.

Die Genferseeregion verzeichnete im dritten Quartal hingegen einen Rückgang um 5 Prozent. Neben Genf und dem Waadtland zählt die Studie auch das Wallis zu dieser Region.

Der Jobboom in Luzern und St. Gallen ist aber Teil einer Aufholjagd: So liegt die Zahl ausgeschriebener Stellen in der Innerschweiz verglichen mit vor einem Jahr um 2 Prozent tiefer. Der Ballungsraum Zürich liegt mit 8 Prozent Zuwachs vorne, während das wirtschaftlich starke Genferseegebiet innert Jahresfrist um 6 Prozent zugelegt hat.

Kaderleute gesucht

Zu den am meisten ausgeschriebenen Berufen gehören in diesem Herbst Positionen im mittleren und oberen Kader. Management und Organisation verzeichneten einen Anstieg um 14 Prozent. Marketing und speziell Verkauf wuchsen um 11 Prozent. Jobinserate für Ingenieure in Technik und Informatik gab es 7 Prozent mehr.

Als unterdurchschnittlich stuft die Studie den Zuwachs im Gastgewerbe (+4 Prozent), in den Finanzberufen (+3 Prozent) und der Industrie (+2 Prozent) ein. Bei Büroberufen deuten die Statistiken auf einen Rückgang von 2 Prozent hin.

Gut für Lehrlinge und niedrig Qualifizierte

Soziale Berufe und Dienstleistungen verzeichnen einen deutlichen Rückgang von 16 Prozent. Das liege allerdings daran, dass Lehrer nicht im Herbst, sondern vor dem Schulanfang im Sommer gesucht würden, schreiben die Studienautoren. Die Nachfrage nach medizinischem Personal sei nicht rückläufig.

Der Berufe-Mix weise darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt auch für geringer qualifizierte Arbeitskräfte nicht verschlechtere, schreiben Adecco und die Universität Zürich. Auch für Lehrlings- und Praktikumsstellen, die der Index nicht abdeckt, sehen die Prognosen gut aus.

Auf keinen grünen Zweig kommt der Stellenmarkt in den Medien, wo die Angebote um 11 Prozent abnahmen. Lediglich Online-Redaktionen suchten etwas mehr Mitarbeiter.

SDA-ATS