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Steve Guerdat vergibt im Stechen des Grand Prix von Aachen die Möglichkeit, seinem Palmarès einen weiteren Triumph hinzuzufügen. Nach einem missglückten Stechen resultiert im Sattel von Bianca Rang 5.

Der 36-jährige Olympiasieger von 2012 erreichte im Mekka des Reitsports nach zwei fehlerfreien Umgängen zusammen mit vier Konkurrenten das Stechen. Guerdats 12-jährige Stute Bianca nahm alle Hindernisse souverän, das Paar zählte zu den Sieganwärtern. Die Kurzentscheidung hingegen missriet. Guerdat ritt einen Oxer - das Hindernis besteht aus zwei Elementen und erfordert einen Hochweitsprung - wohl zu schräg an. Da Bianca noch leicht zögerte, reichte der Schwung nicht aus. Nach dem Abwurf kamen noch zwei Folgefehler hinzu.

Der Grand Prix in Aachen ist mit einer Million Euro dotiert und zählt zur Grand-Slam-Serie. Ausserhalb der Titelkämpfe gilt diese Prüfung als prestigeträchtigster Event der Springreiter. Letztmals gewann im Jahr 2004 ein Schweizer. Markus Fuchs setzte sich damals auf Tinka's Boy durch. Ein Schweizer Sieg scheint überfällig, zumal Martin Fuchs vor zwei Jahren sehr nahe dran war - Clooney verweigerte vor dem Schlusssprung.

Der Deutsche Marcus Ehning (44) setzte sich am Sonntag mit Pret A Tout beim Höhepunkts des grössten Turniers der Welt dank des deutlich schnellsten Ritts im Stechen durch. Bereits 2006 hatte er gewonnen, damals mit Küchengirl. Auf Platz 2 kam die Portugiesin Luciana Diniz mit Fit For Fun und klassierte sich vor dem ebenfalls fehlerfreien Brasilianer Pedro Veniss mit Quabri.

In 38,34 Sekunden war Ehning klar besser als Diniz mit Fit For Fun in 40,96. "Mein Pferd ist extrem schnell", sagte der Profi über seinen 15-jährigen Wallach. "Die zweite Runde lief traumhaft, das Stechen auch." Er gab zu: "Nervös war ich nur, als ich Luciana gesehen habe."

Guerdat, der mit Bianca Mitte Mai den mit 300'000 Euro dotierten Grand Prix in Windsor gewonnen hatte, kassierte als Fünfter 60'000 Euro. Auch Werner Muff auf Daimler kam als 15. ins Preisgeld.

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SDA-ATS