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Der neue Staatschef von Uruguay wird Ende November in einer Stichwahl bestimmt. Laut am Montag veröffentlichten Resultaten gewann der Sozialist Tabaré Vazquez zwar die Präsidentschaftswahl vom Vortag, verfehlte jedoch die nötige absolute Mehrheit.

Der Kandidat der linken Regierungskoalition Frente Amplio muss demnach in einer Stichwahl gegen den konservativen Kandidaten Luis Lacalle Pou von der Partido Nacional (Nationale Partei) antreten, der den zweiten Platz erreichte.

Vázquez konnte nach Angaben der Wahlbehörde 47,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Der 74-Jährige war bereits von 2005 bis 2010 Präsident Uruguays. Auf dem zweiten Platz landete der 42-jährige Lacalle Pou mit 31,1 Prozent. Diese Zahlen beruhen auf der Auszählung von 97,8 Prozent der Stimmen.

Tausende Anhänger Vázquez' versammelten sich nach der Verkündung erster Ergebnisse im Zentrum der Hauptstadt Montevideo. Viele von ihnen schwenkten Flaggen und veranstalteten Hupkonzerte. "Wir sind die meistgewählte politische Kraft, müssen aber in die Stichwahl", erklärte Vázquez am Sonntagabend vor seinen feiernden Anhängern.

Vázquez entstammt der Partei des amtierenden Präsidenten José Mujica. Der bei der Bevölkerung äusserst beliebte 79-Jährige durfte bei der Wahl aber nicht erneut antreten.

Lacalle Pou optimistisch

Um in der Stichwahl am 30. November eine Chance zu haben, muss Lacalle Pou die Wähler des drittplatzierten Pedro Bordaberry für sich gewinnen. Bordaberry, der laut dem vorläufigen Ergebnis auf 13 Prozent kam, sagte am Sonntag seine Unterstützung zu und gab eine entsprechende Wahlempfehlung ab.

"Es gibt weiterhin Hoffnung, wir werden mit jedem reden", sagte Lacalle Pou seinerseits. Er wolle zudem um Wähler aus anderen Lagern werben.

Kräfteverschiebung im Parlament erwartet

In Uruguay fanden am Sonntag auch Parlamentswahlen statt. Die rund 2,6 Millionen Wahlberechtigten waren aufgerufen, die 99 Abgeordneten und 30 Senatoren neu zu bestimmen. Prognosen zufolge dürfte die linke Regierungskoalition ihre Mehrheit verlieren.

Damit könnte auch die Gesetzgebung zur weitgehenden Legalisierung von Marihuana wieder in Frage gestellt werden. Als weltweit erstes Land hatte Uruguay die Droge für den Anbau zu Hause sowie den Verkauf in Apotheken und an anderen Orten freigegeben, um einen regulierten Markt zu schaffen.

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SDA-ATS