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Die Aktionäre der an der Schweizer Börse kotierten Firmen haben heuer ihre Stimmrechte fleissiger wahrgenommen als noch 2012. An den Generalversammlungen der zwanzig im Index SMI aufgeführten Firmen waren jeweils im Schnitt 58 Prozent der Aktionärsstimmen zugegen.

Im Jahr davor wurden erst 53 Prozent der Aktionärsstimmen wahrgenommen, wie aus einer unlängst veröffentlichten Auswertung des Vermögensverwalters ZCapital hervorgeht.

Noch höher als bei den SMI-Konzernen war die Beteiligung der Aktionäre bei den kleineren Unternehmen. So waren an den Generalversammlungen der ausserhalb des SMI geführten Unternehmen des Swiss Performance Index (SPI) 63 Prozent der Aktionärsstimmen vertreten. 2012 waren es erst 59 Prozent der Stimmen.

Erklärung für den deutlich häufiger wahrgenommenen Stimmrechte dürften nicht zuletzt die Diskussionen um die Abzockerinitiative sein, durch welche die Sensibilität bezüglich Aktionärsrechten allgemein gestiegen ist.

Für die bessere Beteiligung bei den SPI-Unternehmen dürften dagegen deren Eigentumsverhältnisse verantwortlich sein: Zahlreiche der mittleren und kleineren Unternehmen werden von Familienaktionären beherrscht, welche ihre Stimmrechte gemäss ZCapital in der Regel auch wahrnehmen. Das zeigt sich auch darin, dass bei den SPI-Firmen durchschnittlich rund ein Drittel der Stimmen durch an der GV tatsächlich anwesende Aktionäre abgegeben wird.

Bei den zwanzig grössten Konzernen ist dies nur bei 15 Prozent der Stimmen der Fall. Dafür gewinnen dort unabhängige Stimmrechtsvertreter an Bedeutung: Vertraten solche 2012 noch 24 Prozent der Aktienstimmen, waren es dieses Jahr schon 36 Prozent.

Abzockerinitiative bringt Veränderungen

Da nach der Annahme der Abzockerinitiative die Organvertretung - sprich die Anordnung, immer nach Vorgaben des Verwaltungsrates zu stimmen - verboten wird, dürfte sich das Bild nochmals ändern. Aktionäre müssen dann zur Wahrnehmung der Stimmrechte entweder selbst anwesend sein oder einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter mit der Stimmabgabe betrauen.

2012 wurden bei SMI-Unternehmen durchschnittlich 4 Prozent der Stimmen dem Organvertreter anvertraut, bei den SPI-Unternehmen sogar 9 Prozent.

Da die Abzockerinitiative auch eine Stimmpflicht für Pensionskassen vorsieht, dürfte im kommenden Jahr zudem der Anteil der wahrgenommenen Aktionärsstimmrechte weiter steigen.

SDA-ATS