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Das Tiefdruckgebiet "Evi" sorgten in der Schweiz auch noch am Mittwoch für heftige Winde. Zahlreiche Bahnstrecken und Strassen waren in der Folge unterbrochen. (Archiv)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Das Sturmtief "Evi" ist am Mittwoch durch die Schweiz gefegt und hat viele Schäden verursacht. An mehreren Orten stürzten Bäume auf Strassen und Bahngleise und brachten den Verkehr zum Erliegen. Und das nächste Sturmtief ist schon im Anzug.

"Evi" sei im Laufe des Mittwochs in Richtung Osten abgezogen, teilte eine Sprecherin von MeteoSchweiz am Mittwoch auf Anfrage mit. Doch die Entspannung ist kurz: Das nächste Sturmtief mit Namen "Friederike" folgt schon am (morgigen) Donnerstag.

In der Nacht auf Freitag werde dieser Sturm seine volle Stärke erreichen. "Wir erwarten ähnliche Windgeschwindigkeiten wie bei 'Evi'", sagte die Sprecherin. Bis Freitagnachmittag gelte deshalb noch die dritthöchste Windwarnstufe. Ausserdem seien Neuschneemengen von 20 bis 50 Zentimetern möglich.

"Evi" wirft Dach auf Bahngleis

Am Mittwoch erreichte der Sturm laut Meteonews die Rekordwindgeschwindigkeit von 195 Stundenkilometern auf dem Gornergrat. An exponierten Zugstrecken reichten auch schon sanftere Windstösse aus, um Verkehrswege zu unterbrechen.

Zum Beispiel blockierte in Oensingen SO ein weggewehtes Hausdach ein SBB-Gleis. Strommasten und die Stromleitung wurden dabei beschädigt. Die Bahnlinie Solothurn-Olten war für unbestimmte Zeit unterbrochen und Züge müssten über die Neubaustrecke umgeleitet werden.

Ein Föhnsturm sorgte auf der Strecke von Visp VS nach Täsch für einen Streckenunterbruch - es verkehrten Bahnersatzbusse. Zwischen der Kleinen Scheidegg und dem Jungfraujoch im Berner Oberland war der Bahnverkehr wegen starker Schneefälle unterbrochen. Aus dem gleichen Grund fuhr auch über den Oberalppass kein Zug.

Der Autoverlad am Furka musste ebenfalls eingestellt werden, da zwischen Oberwald und Realp die Bahn ausfiel. Als Grund gab die Matterhorn-Gotthard-Bahn erhöhte Lawinengefahr an.

Im Westen und Norden herrsche verbreitet eine "grosse Lawinengefahr", teilte das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) mit. Durch Neuschnee und Sturm seien grosse Triebschneeansammlungen entstanden. In einigen Gebieten vom Wallis bis nach Graubünden gelte die zweithöchste Gefahrenstufe.

Radio ausgefallen

Die Zürcher Stadtpolizei musste am Mittwochmittag wegen Sturm "Evi" rund ein Dutzend Mal ausrücken. Windböen liessen Äste herunterstürzen, und Schneeglätte führte zu mehreren Verkehrsunfällen. Verletzt wurde aber niemand, wie die Stadtpolizei mitteilte.

"Evi" machte auch Radiohörern einen Strich durch die Rechnung. Ein Sendemast auf dem Niederhorn sei so stark beschädigt worden, dass in weiten Teilen des Berner Oberlands und in den Gemeinden des Freiburger Sensebezirkes die SRF-Radioprogramme nicht zu empfangen gewesen seien, teilte der Sender am Mittwoch mit. Wegen der starken Windböen sei es zudem für die Techniker unmöglich gewesen, auf den Mast zu steigen und den Schaden zu beheben.

Internationale Strecke betroffen

Auch der internationale Bahnverkehr war betroffen: Zwischen Buchs SG und Feldkirch (A) fiel laut einem SBB-Sprecher am frühen Mittwochmorgen in der Nähe von Feldkirch ein Baum auf eine Fahrleitung und riss diese herunter. Dies brachte den Bahnverkehr auf der Strecke total zum Erliegen. Laut Bahnverkehrsinformation sollte der Unterbruch noch bis Mitternacht dauern.

Betroffen waren die Züge von Zürich nach Innsbruck und Wien. Diese mussten umgeleitet werden. Für den Regionalverkehr stellten die SBB einen Busersatz auf die Beine. Auch mehrere Luftseilbahnen mussten den Dienst aufgrund der starken Winde einstellen.

Sogar der Fährbetrieb war durch das Sturmtief betroffen: Zwischen Romanshorn und Friedrichshafen (D) war der Verkehr auf dem Bodensee bis zum späten Nachmittag unterbrochen.

Bäume auf der Autobahn

Vom Sturm gefällte Bäume behinderten auch den Strassenverkehr. Mehrere Strassen waren am frühen Morgen unpassierbar. Im Kanton Zürich war die Autobahn A3 zwischen Horgen und Thalwil vorübergehend zu, weil Bäume auf die Fahrbahn gestürzt waren. Auf der A13 bei Weite SG wurde ein Lieferwagen samt Anhänger von einer Böe umgeweht.

In anderen Kantonen waren Nebenstrassen betroffen, im Aargau etwa die Strecke zwischen Stetten und Sulz, im Kanton Solothurn die Verbindung zwischen Nennigkofen und Lüterkofen. Häufig waren umgestürzte Bäume für die Störungen verantwortlich. Im Wallis gab es eine Sperrung wegen Steinschlags.

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SDA-ATS