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Der wegen Vergewaltigungsvorwürfen festgenommene Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, bleibt in Untersuchungshaft. Wegen Fluchtgefahr lehnte eine Haftrichterin in New York am Montag eine Freilassung auf Kaution ab.

Neben der Fluchtgefahr hätten erste medizinische Ergebnisse die Darstellung des Zimmermädchens bestätigt, lautete die Begründung von Haftrichterin Melissa Jackson.

Der Anwalt Strauss-Kahns hatte auf nicht schuldig plädiert und eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar angeboten. Der IWF-Chef habe das Hotel in Eile verlassen, weil er für ein Mittagessen verabredet gewesen sei. Dafür gebe es einen Zeugen.

Der 62-jährige Franzose muss nun mindestens bis zur nächsten Anhörung am Freitag hinter Gittern bleiben. Ihm werden versuchte Vergewaltigung, sexueller Missbrauch und Nötigung vorgeworfen. Dafür drohen ihm bei einer Verurteilung bis zu 25 Jahren Haft.

Vorentscheid am Freitag

Aber zunächst tritt am Freitag die Grand Jury zusammen. Die Geschworenen werden dann in dieser Vorverhandlung entscheiden müssen, ob es ein Hauptverfahren geben wird. Entscheidend wird sein ob genügend Beweismittel vorliegen. Dazu können auch Zeugen und Sachverständige gehört werden.

Strauss-Kahn soll am Samstag in seinem Hotelzimmer ein Zimmermädchen überfallen haben. Nach ihrer Schilderung wollte er sie zum Oralsex zwingen, sie habe aber leicht verletzt fliehen können.

Alibi von Tochter?

Laut der französischen Zeitung "Le Monde" war Strauss-Kahn am vergangenen Samstag in New York, um seine Tochter zu treffen. Er habe seine Rechnung im Sofitel-Hotel um 12.28 Uhr bezahlt und sich anschliessend mit ihr zum Essen getroffen.

Die Polizei hatte nach CNN-Angaben dagegen erklärt, das Zimmermädchen habe die Suite Strauss-Kahns gegen 13.00 Uhr Ortszeit betreten, ohne zu wissen, dass sich dort jemand aufhalte. Anschliessend habe der nackte IWF-Chef die Frau dort angegriffen und zum Oralsex zwingen wollen.

Nach Informationen des französischen Radiosenders RMC wollen Strauss-Kahns Anwälte demnächst Beweise für das Treffen mit seiner Tochter vorlegen.

Strauss-Kahn sass kurz nach der angeblichen Tat in einer Air-France-Maschine, die Richtung Europa abheben sollte. Er hatte aber noch im Hotel angerufen, weil er dort ein Mobiltelefon vergessen hatte.

Erst durch diesen Anruf erfuhr die Polizei, wo er sich aufhält. Beamte in Zivil holten den IWF-Chef wenige Minuten vor dem Abflug aus der Maschine.

Weiterer Fall droht

Der rechtsmedizinischen Untersuchung stimmte Strauss-Kahn nach Angaben seiner Anwälte freiwillig zu. Unter anderem sollte nach Kampf- oder DNA-Spuren des mutmasslichen Opfers gesucht werden. Beim Zimmermädchen handelt es sich um eine 32-Jährige afrikanischer Herkunft.

Auch in seiner Heimat droht Strauss-Kahn jetzt eine Anklage. Die Journalistin Tristane Banon, die nach eigener Darstellung bereits 2002 von Strauss-Kahn sexuell belästigt wurde, will nach Angaben ihres Anwalts jetzt gegen ihn klagen.

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SDA-ATS