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Ein Generalstreik hat am Freitag in Italien das öffentliche Leben teilweise lahmgelegt: Nur wenige Busse und U-Bahnen fuhren, Banken, Schulen und Behörden und Postfilialen blieben geschlossen, Flüge wurden gestrichen.

Zum Streik hatte die grösste italienische Gewerkschaft CGIL mit ihren fünf Millionen Mitgliedern aufgerufen, die auf diese Weise ihrer Forderung nach einer Steuerreform Nachdruck verleihen wollte. Die kleineren gemässigteren Arbeitnehmerorganisationen CISL und UIL schlossen sich dem Aufruf der linken CGIL nicht an.

Auch in der Industrie wurde gestreikt. In der Metallbranche kam es zu einem achtstündigen Arbeitsausstand. Damit protestierte die Metallgewerkschaft FIOM gegen die Versuche seitens des Unternehmerverbands, den Vertrag der Branche aufzulockern.

In allen grösseren Städten Italiens kam es zu Demonstrationen, um von der Mitte-Rechts-Regierung von Silvio Berlusconi einschneidende Massnahmen zur Wirtschaftsförderung und für die Beschäftigung zu verlangen.

Im öffentlichen Verkehr kam es wegen des Ausstandes zu grossen Behinderungen. So mussten zahlreiche Flüge gestrichen werden, weil landesweit Piloten, Fluglotsen und Bodenpersonal für vier Stunden die Arbeit niederlegten. Auch im Bahn- und Nahverkehr kam es zu Arbeitsausfällen. Chaotische Zustände herrschten in Rom, da die U-Bahn nicht funktionierte.

Steuerreform für Arbeit und Wachstum

CGIL-Generalsekretärin Susanna Camusso führte eine Grosskundgebung in Neapel an. Sie verlangte eine Steuerreform, die Rendite und grosse Vermögen stärker belaste. Die damit eingetriebenen Ressourcen sollten in Arbeitsplätze und Wachstum investiert werden, forderte sie.

"Heute ist für Italien ein grosser Kampftag. Wir müssen so weitermachen, damit die Regierung endlich die wahren Probleme des Landes - Arbeitslosigkeit und mangelndes Wirtschaftswachstum - in Angriff nimmt", sagte Camusso. Die Gewerkschaft erachtet das italienische Steuersystem als ungerecht: Es benachteilige die Angestellten gegenüber den Selbstständigen.

"Mehr Arbeit, mehr Lohn, mehr Pensionen, mehr Rechte", lautete der Slogan der CGIL in Mailand, wo gleich zwei Demonstrationszüge durch die Innenstadt defilierten. Der Gewerkschaftsverband bezeichnete den Generalstreik als Erfolg. In der norditalienischen Industrie habe sich 58 Prozent der Belegschaft dem Protest angeschlossen.

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SDA-ATS