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Bern - Ein typischer Haushalt muss im kommenden Jahr rund 40 Franken mehr für Strom bezahlen. Diese durchschnittliche Strompreiserhöhung von 4 Prozent hat der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen errechnet. Je nach Lieferant wird der Anstieg aber deutlich höher ausfallen.
Während einzelne Elektrizitäts-Versorger Nachlässe von 5 Prozent gewähren, steigen bei anderen die Preise um 10 Prozent, wie der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) am Donnerstag mitteilte. In Einzelfällen könnte es gar noch mehr sein.
Besonders stark steigen laut VSE die Preise bei jenen Versorgern, die heute eher tiefe Tarife kennen. So hatte der CEO der Axpo Holding, Hans Karrer, im Juni bekannt gegeben, dass die Axpo-Kunden im nächsten Jahr im Schnitt rund 7 Prozent mehr bezahlen werden, weil der Konzern die Preise für die Kantonswerke anhebt.
Definitive Tarife Ende August
Wie der VSE aufgrund einer Umfrage bei 23 Schweizer Stromversorgern berechnete, dürfte der Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt im Schnitt um 0,8 Rappen auf 22,3 Rappen ansteigen. Für einen typischen Dienstleistungs-, Gewerbe- oder Industriebetrieb mit einem Jahresverbrauch von 500'000 kWh soll der Preis um 0,6 Rappen auf 16,4 Rappen zunehmen.
Welche Preisanpassungen die Stromversorgungsunternehmen genau wollen, müssen sie bis Ende Monat der Stromregulierungsbehörde ElCom bekanntgeben. Diese wird die neuen Preise auf ihrer Homepage veröffentlichen und in der ersten Hälfte September eine Auswertung der Tarifänderungen vorlegen. Die stichprobenartige Prüfung der Tarife wird mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Höhere Energiepreise
Der VSE begründet die Preiserhöhungen einerseits mit gestiegenen Energiepreisen. "Dem europäischen Trend der steigenden Preise können wir uns nicht entziehen", sagte VSE-Präsident und BKW-CEO Kurt Rohrbach vor den Medien in Bern.
Andererseits werden die Netznutzungsgebühren für die Konsumenten erhöht. Grund dafür ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Juli. Die Richter hatten einen Entscheid des Bundesrats umgestossen, wonach 200 Millionen Franken der Systemdienstleistungskosten von den Produzenten zu bezahlen seien.

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SDA-ATS